Corona im Sommer: Die Zahlen bleiben auf hohem Niveau

Experten rechnen nicht mit einem Sommer wie 2021 oder gar vor der Pandemie.
Autor: Brigitte Biedermann, 11.05.2022 um 14:16 Uhr

Die Corona-Neuinfektionen dürften in Österreich bis in den Sommer auf dem aktuellen Level bleiben. Das ist sehr hoch im Vergleich zu den vergangenen Jahren. Es ist "nicht davon auszugehen, dass die Infektionszahlen auf die Niveaus der Sommer 2020 oder 2021 sinken werden", betonten die Experten.

Fallanstieg für den Sommer erwartet

Die Zwei-Wochen-Prognose für den Spitalsbelag zeigt aber immerhin noch einen deutlichen Abwärtstrend. Für den Sommer wird "eine Stagnation auf dem gegenwärtigen Niveau bzw. mittelfristig ein allmählicher Fallanstieg" erwartet, blickten die Experten diesmal auch weiter in die Zukunft.

Im Mai 2021 nur 1.100 Ansteckungen pro Tag 

Heute, am 11. Mai, lag der Sieben-Tage-Schnitt der Neuinfektionen bei 4.955 Fällen. Im Vorjahr waren es am gleichen Datum (11. Mai 2021) 1.167 Ansteckungen pro Tag mit einem Rückgang bis zum Sommer, zeigt eine Erhebung. Vor zwei Jahren waren es zu diesem Zeitpunkt nur 37 Ansteckungen pro Tag mit gleichbleibend niedrigem Niveau über die Sommermonate hinweg.

BA.4 und BA.5 in Österreich nur wenig aktiv

Die in Südafrika bereits dominanten Varianten BA.4/BA.5 wurden in Österreich in geringem Ausmaß festgestellt. Gemäß internationaler Beobachtungsdaten dürften diese Varianten über einen Wachstumsvorteil gegenüber den Varianten BA.1/BA.2/BA.3 verfügen. Sie sind jedoch noch nicht in einer ausreichenden Anzahl nachgewiesen worden, um für die vorliegende Prognose relevant zu sein, wurde betont.

Zahl der Intensivpatienten verringert sich weiter

In den vergangen Wochen hatte es noch einen Rückgang bei den Fallzahlen gegeben. Das überträgt sich weiterhin in einen leicht abnehmenden Spitalsbelag, so die Experten. Auf den Normalstationen wird vom 10. Mai bis 25. Mai ein Rückgang von 853 auf im Mittelwert 601 Infizierte erwartet. Die Zahl der Covid-Intensivpatienten sollte sich innerhalb der kommenden zwei Wochen von 79 auf 54 verringern, schätzen die Experten.