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Porträtaufnahme von Christa Pike vor einer Messskala. Die zum Tode verurteilte US-Amerikanerin überlebte im September 2026 ihre Hinrichtung mit der Giftspritze.
Christa Pike hat ihre Hinrichtung überlebt. Jetzt spricht sie.
Christa Pike hat ihre Hinrichtung überlebt. Jetzt spricht sie.
APA/AFP/Tennessee Department of Correction/Handout

Christa Pike: Hinrichtung überlebt, jetzt spricht sie

30.10.2026 um 15:35, Stefanie Hermann
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Christa Pike überlebte ihre Hinrichtung mit zwei Giftspritzen. Jetzt spricht die 50-Jährige über ihre Schmerzen und die Angst vor einer erneuten Hinrichtung.

Christa Pike hat ihre Hinrichtung überlebt. Einen Monat nach dem gescheiterten Versuch, die 50-Jährige im US-Bundesstaat Tennessee mit einer Giftspritze zu töten, meldet sich die verurteilte Mörderin erstmals öffentlich zu Wort. In einer Erklärung vom Freitag schildert sie anhaltende Schmerzen, Sprachprobleme und schwere psychische Belastungen.

​Christa Pike: „Keinen Moment ohne Schmerzen“

„Seit jener Nacht gab es keinen Moment, in dem ich keine Schmerzen hatte. Mein Körper tut weh. Meine Arme tun weh. Meine Hände tun weh. Mein Hals tut weh“, erklärt Christa Pike in einer Stellungnahme, die ihre Anwälte am 30. Oktober veröffentlicht haben.

Das Sprechen bereitet ihr weiterhin Schwierigkeiten. Die Folgen der gescheiterten Hinrichtung seien nicht nur körperlicher Natur. Pike berichtet von schweren seelischen Belastungen und der verzweifelten Suche nach einer Erklärung für ihr Überleben.

​Hinrichtung scheitert nach zwei Giftspritzen

Am 30. September 2026 sollte Christa Pike im US-Bundesstaat Tennessee hingerichtet werden. Bereits beim Legen der Venenzugänge kam es zu erheblichen Komplikationen. Laut ihrem Anwalt Randy Spivey benötigte das Hinrichtungsteam rund zehn Nadeln und nahezu eine Stunde, um geeignete Zugänge zu finden.

Anschließend erhielt Pike eine Dosis des tödlichen Medikaments Pentobarbital. Als der Tod nicht eintrat, wurde ihr eine zweite Dosis verabreicht. Auch diese überlebte sie. Experten vermuten, dass das Gift teilweise ins umliegende Gewebe gelangte. Die Hinrichtung wurde schließlich abgebrochen, Pike in ein Spital eingeliefert.

​Christa Pike erwacht allein im Spital

Pike hatte sich nach eigenen Angaben auf ihren Tod vorbereitet und von nahestehenden Menschen verabschiedet. Stattdessen erwachte sie allein, verwirrt und unter Schmerzen in einem Krankenhausbett.

„Ich weiß nicht, warum ich jene Nacht überlebt habe. Ich weiß nicht, was als Nächstes kommt“, erklärt die 50-Jährige. Zugleich bedankt sie sich beim medizinischen Personal, das ihr Leben rettete.

​Mord an Colleen Slemmer

Christa Pike wurde 1996 zum Tode verurteilt. Ein Jahr zuvor hatte sie gemeinsam mit ihrem damaligen Freund die 19-jährige Mitschülerin Colleen Slemmer in Knoxville gefoltert und ermordet. Pike war damals 18 Jahre alt.

Ihre Verteidiger verwiesen später auf schweren Missbrauch in ihrer Kindheit, psychische Erkrankungen und jahrelange Isolation in Haft.

​Droht Christa Pike eine weitere Hinrichtung?

Inzwischen befindet sich Pike wieder im Gefängnis. Tennessees Gouverneur Bill Lee ordnete nach dem Vorfall eine Untersuchung an und setzte weitere Hinrichtungen für 2026 aus.

Ob Christa Pike erneut hingerichtet werden soll, ist weiterhin offen.

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