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Sicherheitslücke: Die kritische PHP-Lücke in Österreich ist noch längst nicht beseitigt.
In Österreich gelten laut einer Nachmessung noch 28.622 Websites als verwundbar.
In Österreich gelten laut einer Nachmessung noch 28.622 Websites als verwundbar.
R.Narong/Shutterstock.com

28.622 Seiten betroffen: Diese PHP-Lücke bleibt gefährlich

30.10.2026 um 10:17, Yunus Emre Kurt
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Mehr als eine Woche nach Bekanntwerden der kritischen PHP-Lücken sind noch 28.622 österreichische Websites verwundbar. Besonders kleine Betriebe sind betroffen.

Mehr als eine Woche nach Bekanntwerden der kritischen PHP-Sicherheitslücken bleibt die Gefahr in Österreich groß. Laut einer aktuellen Untersuchung gelten hierzulande noch 28.622 Websites als verwundbar. Besonders betroffen sind kleinere Betriebe sowie Seiten mit direktem Kundenkontakt, darunter Onlineshops und Buchungsportale. Wichtig ist allerdings die Unterscheidung: Eine festgestellte Schwachstelle bedeutet nicht automatisch, dass eine Website bereits gehackt wurde.

​28.622 Websites noch verwundbar

Die aktuellen Zahlen stammen aus einer Nachmessung des österreichischen Cyber-Risiko-Unternehmens Risikomonitor.com. Demnach sind in Österreich noch 28.622 Websites von den Sicherheitsproblemen betroffen. Die gemeldete Patchrate liegt bei 18,1 Prozent.

Das Problem reicht weit über Österreich hinaus. Zum Zeitpunkt der Offenlegung wurden in den EU-Staaten sowie in der Schweiz und Liechtenstein rund 3,9 Millionen verwundbare Websites mit sichtbarer PHP-Version identifiziert. Insgesamt wurden dabei 34,9 Millionen erreichbare Websites untersucht.

Die Zahlen können sich laufend verändern, weil Betreiber ihre Systeme aktualisieren und unterschiedliche Messungen auf verschiedenen Datengrundlagen beruhen.

​Darum gilt die PHP-Lücke als gefährlich

Hinter der aktuellen Warnung stehen zwei kritische Schwachstellen in PHP, die unter der Bezeichnung „PHP2Shell“ zusammengefasst werden. PHP ist eine weit verbreitete Programmiersprache, die im Hintergrund zahlreicher Websites und Webanwendungen eingesetzt wird.

Unter bestimmten Voraussetzungen könnten Angreifer die Schwachstellen aus der Ferne ausnutzen und eigenen Schadcode auf einem verwundbaren Server ausführen, ohne sich zuvor anmelden zu müssen. Dadurch könnten betroffene Systeme im schlimmsten Fall vollständig kompromittiert werden.

Nach Bekanntwerden der Sicherheitslücken am 21. Oktober reagierten deshalb zahlreiche Institutionen. Auch in Österreich wurden Websites vorsorglich vorübergehend vom Netz genommen. Zum damaligen Zeitpunkt waren laut Innenministerium noch keine erfolgreichen Angriffe in Österreich bekannt geworden.

​Diese Unternehmen sind besonders betroffen

Die aktuelle Untersuchung zeigt, dass das Problem besonders für kleinere Unternehmen relevant ist. Fast die Hälfte der zuordenbaren betroffenen Websites stammt demnach aus den Bereichen Hotellerie, Handel, Transport und Gastronomie.

Gerade bei Shops und Buchungsportalen kann das Risiko zusätzlich steigen, weil dort ein direkter Kontakt zu Kundinnen und Kunden besteht und teilweise sensible Informationen verarbeitet werden.

Viele kleinere Betriebe verfügen zudem nicht über eine eigene IT-Abteilung und lassen ihre Website von externen Dienstleistern betreuen. Dadurch kann es länger dauern, bis notwendige Updates tatsächlich eingespielt werden.

​Betreiber sollen Sicherheitsupdates installieren

Die europäische Cybersicherheitsagentur ENISA hatte unmittelbar nach Bekanntwerden der beiden Schwachstellen zu schnellem Handeln aufgerufen. Betreiber sollen prüfen, welche ihrer Systeme PHP verwenden, und die bereitgestellten Sicherheitsupdates möglichst rasch installieren.

Besondere Priorität haben öffentlich erreichbare Systeme. Ist ein sofortiges Update nicht möglich, empfehlen die Behörden zusätzliche Schutzmaßnahmen beziehungsweise eine vorübergehende Isolierung gefährdeter Anwendungen.

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