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Weltspartag: Sparen ist den Österreichern wichtiger denn je.
Weltspartag: Im Schnitt legen die Österreicher 306 Euro pro Monat zurück.
Weltspartag: Im Schnitt legen die Österreicher 306 Euro pro Monat zurück.
Gena96/Shutterstock.com

Weltspartag 2026: So viel sparen die Österreicher

30.10.2026 um 10:43, Yunus Emre Kurt
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Sparen bleibt den Österreichern wichtig, doch hohe Lebenshaltungskosten bremsen viele aus. Im Schnitt werden derzeit 306 Euro pro Monat zurückgelegt.

Zum Weltspartag 2026 zeigt sich in Österreich ein widersprüchliches Bild: Sparen ist für viele Menschen wichtiger denn je, gleichzeitig machen hohe Lebenshaltungskosten den Vermögensaufbau zunehmend schwieriger. Laut aktueller Sparstudie von Erste Bank und Sparkassen legen die Österreicher im Durchschnitt 306 Euro pro Monat zurück. Das sind 3.672 Euro im Jahr, allerdings weniger als noch 2025.

​306 Euro werden im Schnitt gespart

Der durchschnittliche monatliche Sparbetrag liegt 2026 bei 306 Euro. Im Vorjahr waren es noch 320 Euro. Gleichzeitig geben 83 Prozent der Befragten an, dass Sparen für sie wichtig ist. Laut Erste Bank und Sparkassen ist das der höchste Wert seit 2014.

Die hohe Bedeutung des Sparens spiegelt sich allerdings nicht automatisch in Zufriedenheit wider: Nur 34 Prozent sind mit dem Betrag zufrieden, den sie monatlich zur Seite legen können. Ein Drittel der Befragten gibt sogar an, kein Geld übrig zu haben.

Deutlich zeigen sich auch Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Männer sparen laut Studie durchschnittlich 384 Euro pro Monat, Frauen 227 Euro.

​Hohe Lebenshaltungskosten bremsen

Warum viele Menschen weniger sparen können, zeigt eine zweite Untersuchung der bank99. Demnach nennen 61 Prozent der Befragten hohe Lebenshaltungskosten als wesentliches Hindernis.

39 Prozent sind zudem der Meinung, dass sich Sparen heute weniger lohnt. Trotzdem legen 68 Prozent monatlich Geld zurück. 57 Prozent sparen allerdings nur dann, wenn am Monatsende tatsächlich noch etwas übrig bleibt.

Ein Viertel der Befragten beschreibt die eigene finanzielle Situation als angespannt. Sieben Prozent geben an, kaum über die Runden zu kommen.

​Wertpapiere gewinnen an Bedeutung

Neben klassischen Sparformen werden Wertpapiere immer wichtiger. Laut Erste-Bank-Studie nutzen inzwischen 40 Prozent Aktien, Fonds oder andere Wertpapiere als Anlageform. Einen Bausparvertrag haben 34 Prozent.

Auch die bank99-Studie zeigt diese Entwicklung: 27 Prozent investieren bereits in Fonds oder ETFs. Damit wächst das Interesse an alternativen Sparformen, auch wenn das klassische Sparen weiterhin eine wichtige Rolle spielt.

Die häufigsten Motive bleiben Sicherheitsbedürfnisse. 91 Prozent sparen für Notfälle, 77 Prozent wollen sich finanziell absichern und 73 Prozent ihre finanzielle Unabhängigkeit stärken. Mehrfachnennungen waren dabei möglich.

​Salzburg besonders stark betroffen

Ein auffälliges Ergebnis liefert die bank99-Studie für Salzburg. 66 Prozent der dort Befragten nennen die hohen Lebenshaltungskosten als Hindernis beim Sparen. Damit liegt Salzburg gemeinsam mit dem Burgenland über dem österreichweiten Wert von 61 Prozent.

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