Innsbruck: Starker Wind bringt Zeppelin in Not
Ein Schreckmoment über den Dächern der Tiroler Landeshauptstadt: Am Freitagabend ist ein Zeppelin über dem Westen von Innsbruck in schwierige Witterungsverhältnisse geraten. Starker Wind und plötzliche Turbulenzen drängten das Luftschiff kurz nach dem Start ab. Der Pilot entschied sich für einen vorsorglichen Flugabbruch und setzte zur Umkehr an.
Starker Wind versetzt Luftschiff Richtung Nordkette
Wie die Polizei mitteilte, war das Luftschiff gegen 19:30 Uhr vom Flughafen Innsbruck zu einem geplanten Werbeflug gestartet. Bereits wenige Minuten nach dem Abheben geriet der Ballon jedoch in eine heikle Lage. Unerwartet heftige Windböen erfassten das Fluggerät und versetzten es zügig nach Norden in Richtung der steil aufragenden Nordkette.
Aufgrund der unberechenbaren Wetterbedingungen und der Abdriftung im alpinen Nahbereich entschied die Besatzung, das Manöver unverzüglich abzubrechen und die Rückkehr zum Airport einzuleiten.
Augenzeugen berichten von dramatischen Szenen
Der Vorfall blieb am Boden nicht unbemerkt und sorgte bei mehreren Beobachtern für Beunruhigung. Ein Augenzeuge aus dem Stadtteil Allerheiligen berichtet gegenüber dem ORF Tirol, dass das Luftschiff zunächst sehr schnell an Höhe gewonnen habe. Es habe zeitweise gewirkt, als hätte die Besatzung im Kampf gegen die Boen die Kontrolle verloren und könne das Flugfahrzeug kaum noch manövrieren.
Eine Anwohnerin aus der Lohbachsiedlung sprach von einer äußerst knappen Situation: Das Luftschiff habe sich erst im allerletzten Moment wieder aufrichten und Höhenmeter gewinnen können. Bei der Leitstelle Tirol gingen daraufhin mehrere Notrufe besorgter Bürger ein.
Sichere Landung am Flughafen Innsbruck
Trotz der schwierigen Bedingungen gelang es der erfahrenen Crew, das Luftschiff stabilisieren und sicher zum Flughafen Innsbruck zurückzusteuern. Die Landung auf dem Flughafengelände verlief schließlich ohne weitere Zwischenfälle.
Ein Eingreifen der bereitstehenden Einsatzkräfte war letztlich nicht erforderlich. Nach Angaben der Exekutive wurde bei dem Vorfall niemand verletzt, auch Sachschäden entstanden nach derzeitigen Erkenntnissen keine.