Drama bei Flugshow: Jet stürzt ab – zwei Tote
Ein zweisitziger Kampfjet vom Typ F-4 Phantom der griechischen Luftwaffe ist am Samstagnachmittag auf dem Militärflugplatz Tanagra, rund 55 Kilometer nördlich von Athen, abgestürzt. Vor den Augen tausender entsetzter Besucher und internationaler Gäste geriet die Maschine im Tiefflug außer Kontrolle. Für die beiden Piloten kam jede Hilfe zu spät. Die Großveranstaltung wurde unmittelbar nach dem Vorfall abgebrochen.
Tragischer Absturz bei der Athens Flying Week
Das Unglück ereignete sich nur wenige Minuten nach dem Start der F-4 Phantom im Rahmen einer Vorführung auf dem Luftwaffenstützpunkt. Augenzeugen berichteten von einem abrupten Höhenverlust des Jets. „Wir hörten einen gewaltigen Knall und sahen unmittelbar danach dichten schwarzen Rauch aufsteigen“, schildert eine Anrainerin gegenüber lokalen Medien. Beobachter wollen kurz vor dem Aufschlag eine Explosion an der Maschine wahrgenommen haben. Offizielle Angaben zur genauen Absturzursache liegen derzeit noch nicht vor.
Piloten tot – Keine Verletzten unter den Zuschauern
Die griechische Luftwaffe bestätigte kurz nach dem Zwischenfall, dass beide Besatzungsmitglieder des zweisitzigen Kampfjets beim Aufprall ums Leben kamen. Unter den tausenden Zuschauern auf dem Veranstaltungsgelände gab es nach ersten Informationen der Einsatzkräfte keine Verletzten.
Der Vorfall stellt eine Zäsur für das Event dar: Die „Athens Flying Week“ gilt als größte Flugschau Südosteuropas und zieht seit zwölf Jahren jährlich internationale Militär- und Kunstflieger an. Den Organisatoren zufolge gab es in der Geschichte der Veranstaltung bis dato noch nie einen schweren Unfall.
Großfeuer nach Crash: Massiver Feuerwehreinsatz
Nach dem Aufschlag zerbrach das Wrack der F-4 Phantom in mehreren Teilen und schlitterte in ein nahegelegenes Fabrikgebäude am Rande des Flugplatzes. Durch die Wucht des Aufpralls brach ein Großbrand aus, der rasch auf angrenzendes Waldgebiet übergriff.
Die Feuerwehr leitete umgehend einen Großeinsatz ein, um ein Ausbreiten der Flammen zu verhindern:
- Einsatzkräfte: 85 Feuerwehrleute mit 23 Einsatzfahrzeugen am Boden.
- Luftunterstützung: Elf Löschflugzeuge und Hubschrauber zur Brandbekämpfung aus der Luft.
Deutsches Militär vor Ort: Bundeswehr-Maschine nahe der Absturzstelle
An der Flugschau nahmen neben zivilen Kunstfliegern zahlreiche Streitkräfte aus verschiedenen europäischen Ländern teil, darunter Deutschland, Italien und Spanien. Die deutsche Bundeswehr war unter anderem mit einem Eurofighter, einem Panavia Tornado sowie einem Transportflugzeug vom Typ Airbus A400M Atlas angereist.
Der Absturz ereignete sich in unmittelbarer Nähe der deutschen Delegation: Das Wrack schlug nur rund 1.000 Meter hinter der geparkten A400M-Maschine der Luftwaffe auf. Deutsche Soldaten wurden Augenzeugen der Katastrophe, blieben jedoch unversehrt.