ventopay: FinTech expandiert und holt Invest AG an Bord

Der oberösterreichische Spezialist für bargeldlose Bezahlsysteme in Kantinen tritt mit neuer Eigentümerstruktur in die nächste Wachstumsphase ein.
Autor: Klaus Schobesberger, 17.02.2021 um 16:14 Uhr

Ob Betriebskantinen in Unternehmen, Mensas an Universitäten, Restaurants in Krankenhäusern oder Verpflegungen in Fußballstadien – überall zählen schnelle Bezahlung, einfache Abrechnung und hohe Kundenbindung. Auf diesen Bereich hat sich die 2012 gegründete ventopay gmbh spezialisiert und namhafte österreichische Kunden wie Lenzing AG, das Beschläge-Unternehmen Blum, Linz AG, voestalpine oder SK Rapid Wien mit dem Allianz Stadion im Portfolio. Jetzt plant der nach eigenen Angaben Innovations- und Technologieführer für bargeldlose Kassen-, Bezahl- und Bestellsysteme in der Gemeinschaftsverpflegung die Expansion über die Grenzen. „Zunächst in Deutschland, später auch über die Grenzen des DACH-Raums hinaus“, sagt Johannes Reichenberger, Geschäftsführer und einer der Gesellschafter von ventopay. Bereits jetzt zählt das Unternehmen gemeinsam mit seinen Service-Partnern in Deutschland, Österreich und der Schweiz mehr als 60 Niederlassungen.

Auch Management beteiligt

Für das geplante Wachstum der nächsten Jahre holte sich das Unternehmen mit der Invest AG einen strategischen Partner an Bord. Der größte heimische Private Equity Fonds mit der Raiffeisenbankengruppe Oberösterreich im Hintergrund beteiligt sich mit einer nicht näher genannten Summe als Eigenkapitalpartner bei dem FinTech-Unternehmen mit Hauptsitz im Softwarepark Hagenberg. Die Mehrheit an ventopay hält eine neu gegründete Mitarbeiterbeteiligungsgesellschaft mit dem bewährten Management-Team rund um Geschäftsführer Johannes Reichenberger. Josef und Christa Langer als Mitgründer und bisherige Mehrheitseigentümer des Unternehmens steigen aus und verlassen das Unternehmen. Vorrangiges Ziel für Reichenberger sei es, regionale Arbeitsplätze zu sichern auszubauen. Gernot Hofer, Vorstand der Invest AG, hebt die Innovationskraft des Unternehmens hervor: „Mit dem Netzwerk der Raiffeisen Invest Private Equity Gruppe werden wir einen optimalen Mehrwert für die nachhaltige Weiterentwicklung bieten und für Stabilität in der weiteren Expansion sorgen.“ Fast zeitgleich machte die Invest AG eine 20-Prozent-Beteiligung beim Kärntner Automatisierungsspezialisten PMS öffentlich. Das Unternehmen beschäftigt 370 Mitarbeiter und hat als wichtiger Partner der Industrie Standorte in Wolkersdorf, Wien, Linz, Kapfenberg und Kundl. Die Invest AG hat seit ihrer Gründung mehr als 500 Millionen Euro in über 160 Unternehmen unterschiedlichster Branchen Eigen- und Mezzaninkapital investiert.