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Antonia Hentschläger
Antonia Hentschläger, Geschäftsführerin Hentschläger Bau
Antonia Hentschläger, Geschäftsführerin Hentschläger Bau
ANTONIA HENTSCHLÄGER

Übernahme - Alles unter einem Dach

27.05.2024 um 09:46, Michael Schwarz
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Leonhard Helbich-Poschacher verkaufte seinen Dachdeckerei- und Spenglerei-Betrieb an die Hentschläger Bau GmbH mit Sitz in Langenstein.

Wie kam es zur Übernahme der Dachdeckerei und Spenglerei?
Poschacher und Hentschläger sind zwei regionale Unternehmen, wir sind gerade einmal fünf Minuten voneinander entfernt. Schon meine Großeltern haben mit der Familie Poschacher zusammengearbeitet. Herr Helbich ist persönlich an meinen Vater herangetreten, weil er den Wunsch hatte, sein Unternehmen in ein Familienunternehmen zu integrieren, da er keinen Nachfolger hat. Auch für uns ist die Übernahme eine große Chance, denn zu uns kommen vermehrt private Häuslbauer, die den Rohbau, den Dachstuhl und den Dachdecker aus einer Hand haben wollen.

Hilft die Vielzahl an Geschäftsfeldern, in denen Sie operieren, die Baukrise zu entschärfen?
Wir sind in der glücklichen Lage, breit aufgestellt zu sein. Wir regulieren unsere Auslastung selbst. Wir bauen viel für Genossenschaften und können unsere Mitarbeiter so zu Großbaustellen zusammenziehen. Derzeit sind die Geschäftsfelder aber sehr in Balance. Wir haben drei bis vier private Hausbauer, eine gute Auslastung an Sanierung, Genossenschaftsbau und unser eigenes Bauträgergeschäft. Es freut uns, dass derzeit alles präsent ist. Während Corona haben manche die Bautätigkeit niedergelegt, weil die Unsicherheit zu groß war und diese Bauherren nehmen jetzt ihr Vorhaben wieder auf.

So ein Personal bekommt man heut nicht mehr.

Antonia Hentschläger, Geschäftführerin, Hentschläger Bau

Brancheninsider sehen bei den Dachdeckern den Fachkräftemangel als größte Schwierigkeit. Wie begegnet man dieser Herausforderung?
Poschacher ist eine gewachsene Firmenstruktur mit 30 top ausgebildeten Mitarbeitern. So ein Personal bekommt man in Zeiten wie diesen nicht mehr. Aber der Personalmangel betrifft jede Sparte, wir kämpfen auch in der Baufirma damit. Ich engagiere mich sehr in der Lehrlings-Akquirierung und fahre auf Messen und in Schulen. Den jungen Menschen können wir viele verschiedene Berufsfelder eröffnen.

Will man bei der Dachdeckerei auch einen Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit legen?
Wir sehen da sehr viel Potenzial. Viele junge Menschen entscheiden sich dazu, beim Elternhaus aufzustocken oder umzubauen. Im Zuge dessen wird meistens das Dach neu gemacht und da wird fast immer ein Fokus auf Photovoltaik gelegt.

Wird sich etwas ändern für das Dachdeckerei-Personal?
Das Unternehmen läuft super und die Abläufe funktionieren. Wir haben das große Glück, dass wir nichts ändern müssen, weil das Personal sehr gut aufgestellt ist. In unserer Unternehmens-App „Henri“ wollen wir jeden der neuen Kollegen vorstellen. Mir ist es einfach auch persönlich wichtig, dass ich jeden Mitarbeiter persönlich kenne.

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