Trumpf Maschinen Austria verdoppelt Kapazitäten

Die Standortentwicklung in Pasching ist gesichert. TRUMPF investiert rund 30 Millionen Euro in Produktionsflächen und Büros. Auch 300 neue Mitarbeiter werden eingestellt.
Autor: Verena Schwarzinger, 17.08.2022 um 07:43 Uhr

In Kaffeemaschinen, Geschirrspüler, Kränen oder Autos - überall finden sich spezielle Blechkomponenten des Familienunternehmens TRUMPF Maschinen. "Den Erfolg machen unsere Kunden. Und sind sie erfolgreich, sind wir es auch", ist CEO Thilo Preß überzeugt. Kunden sind unter anderem aus dem Innviertel die Firma Hargassner mit ihren innovativen Heiztechniken oder das Unternehmen Lugstein aus Lengau mit Sicherheitskabinen und Co. bis hin zum Salzburger Kran- und Hebemechanikhersteller Palfinger. Um den vielen Aufträgen und Anfragen nachzukommen braucht TRUMPF weitere Flächen für die Produktion aber auch für Computerarbeitsplätze. Daher wird in den Standort in Pasching investiert.

Spatenstich für zwei neue Produktionshallen

Das deutsche Unternehmen mit seinem Entwicklungs- und Produktionszentrum für Bietetechnologie in Oberösterreich baut: die Produktionsflächen werden um 7.000m2 erweitert und die Büroflächen um 850m2. Damit werden die aktuellen Kapazitäten verdoppelt. Im Zubau werden eine Erweiterung der Maschinenrahmenfertigung sowie eine Blech- und Großteileverarbeitung entstehen, welche mit der modernsten und energieeffizientesten Laserhybrid-Schweißanlage ausgestattet sind. Der Neubau soll rund 30 Millionen Euro kosten. Um dann auch produzieren und arbeiten zu können werden mit der Fertigstellung auch 300 neue Mitarbeiter eingestellt. Aktuell sind 700 bei TRUMPF Austria beschäftigt. Die Werkserweiterung soll im Herbst 2023 abgeschlossen sein. Zum Spatenstich versammelten sich Landtagsabgeordnete Margit Angerlehner, Gerald Silberhumer, Direktor der Wirtschaftskammer Oberösterreich, Paschings Bürgermeister Markus Hofko und TRUMPF-Vorstandsmitglied Stephan Mayer.

Aktuelle Herausforderungen und Zukunftsblick

Äußere Rahmenbedingungen wie der Fachkräftemangel, die Pandemie oder Lieferengpässe und -stopps machen auch vor TRUMPF nicht Halt. Aktuell stehen bis zu 100 Maschinen in internen und externen Lagern, die nicht fertiggestellt werden können, da Bauteile, vorwiegend Elektronik, fehlen. Doch das Management blickt positiv in die Zukunft. "Unser Ziel ist es, mit der Produktionserweiterung, der guten Auftragslage und der wachsenden Nachfrage im Automatisierungs- und Lösungsgeschäft im Smart Factory Umfeld gerecht zu werden."