TroGroup: 110 Jahre Unternehmensgeschichte mit Rekord

Eine Exportquote von 97 Prozent, Unternehmungen in 150 Ländern der Welt, 1.963 Mitarbeiter und einen Rekordumsatz von 289 Millionen Euro - die Highlights der TroGroup für das Jahr 2021. Das Familienunternehmen etablierte sich von einem kleinen Stempelgeschäft, gegründet 1912 in Wien, zu einem internationalen Player im Stempel- und Lasergeschäft mit 44 operativen Tochtergesellschaften. „Die konsequente Expansionsstrategie, die kontinuierliche Stärkung der Innovationskraft und die Weiterentwicklung der Produkte in unterschiedlichen Geschäftsfeldern tragen seit jeher maßgeblich zum Erfolg von Trodat und Trotec bei. Dass wir mit einem Umsatzrekord in unser Jubiläumsjahr starten konnten, ist besonders erfreulich“, sagt Norbert Schrüfer, CEO der TroGroup. Im Geschäftsjahr 2021 steigerte die TroGroup den Gesamtumsatz um über 17 Prozent auf 289 Millionen Euro. Ein Plus von sieben Prozent auch gegenüber dem Vorkrisenjahr 2019. Sämtliche Investitionen in der Höhe von über 15 Millionen Euro wurden aus dem Cashflow finanziert.

Sowohl im Geschäftsbereich Laser als auch im Bereich Stempel wurde ein Rekordumsatz verzeichnet, und das trotz fordernder Rahmenbedingungen.
Trotec: Der Geschäftsbereich Laser verzeichnet einen Umsatz 2021 in der Höhe von 154 Millionen Euro. Damit wurde erstmalig die 150-Million-Euro-Umsatzmarke geknackt.
Trodat: Das Segment Satempel gewinnt in allen Ländern neue Marktanteile und baut damit die globale Marktführerschaft mit 135 Millionen Euro bei Selbstfärber-Stempeln deutlich aus.

China als wichtiger Absatzmarkt

Die TroGroup investiert in die permanente Weiterentwicklung des Produktportfolios aber auch in die laufende Optimierung der Vertriebs- und Logistikprozesse. Jetzt wurde das größte Bauvorhaben in der 110-jährigen Unternehmensgeschichte unternommen. Im chinesischen Werk Xiamen wurde ein Zubau errichtet, der die Weichen für die weiterhin erfolgreiche Bearbeitung des Wachstumsmarkts Asien sicherstellt. Mit einem Investitionsvolumen von rund sechs Millionen Euro wurde die bestehende Produktionsfläche auf dem neuesten Stand der Technik in ressourcen- und umweltschonender Bauweise verdoppelt. Die Fertigstellung ist für Juni 2022 geplant.

Die TroGroup bekennt sich aber auch zum Standort Oberösterreich und investiert. Im Vorjahr erfolgte der Spatenstich für ein neues Produktionsgebäude am Headqarters-Standort Wels. Die Eröffnung soll im Herbst 2022 erfolgen. Rund vier Millionen Euro wurden investiert, das nach neuesten technischen Standards erbaut und in nachhaltiger Bauweise mit adiabatischer Kühlung, Gründach und PV-Anlage ausgestattet wurde.

Das Jahr 2022

Künftig wird vermehrt auf das Insourcen von hochwertigen Entwicklungs- und Produktionsprozessen aus der DACH-Region zur Herstellung von Spritzgießwerkzeugen fokussiert, um die lokale Wertschöpfung zu steigern. Die bisherigen Ausbildungsplätze werden von derzeit 15 auf dann gesamt 30 Lehrstellen verdoppelt. Norbert Schrüfer, CEO TroGroup: „Mit der Investition in das Walter Just Technikum setzen wir ein klares Bekenntnis für die Zukunft des Standortes Wels. Besonders freue ich mich, dass wir in der neuen Lehrwerkstatt doppelt so vielen jungen Menschen wie bisher einen Ausbildungsplatz anbieten können.“ Das erste Quartal 2022 ist zudem gut angelaufen, jedoch sind die Rahmenbedingungen und die täglichen Herausforderungen nicht einschätzbar. Die angespannte Situation in der Ukraine, die Pandemie, Lieferkettenprobleme, Kostensteigerungen im Bereich Rohstoffe, Energie und Transport sowie keine Verfügbarkeiten von Rohmaterialien werden für die TroGroup 2022 herausfordernd.
 

Autor: Verena Schwarzinger, 13.05.2022