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Warnschild mit Ausrufezeichen am Strand von Mexiko – Symbolbild für aktuelle Reisewarnungen und Sicherheitswarnung nach Unruhen im Land.
Reisewarnung für Mexiko: Nach neuen Unruhen warnen Behörden vor Reisen in mehrere Bundesstaaten.
Reisewarnung für Mexiko: Nach neuen Unruhen warnen Behörden vor Reisen in mehrere Bundesstaaten.
Kirschner / iStock; shalamov / istock (Montage: weekend.at)

Mexiko Reisewarnung: Diese Regionen gelten jetzt als besonders gefährlich

23.02.2026 um 11:43, Stefanie Hermann
min read
Mehrere Staaten verschärfen ihre Reisewarnungen für Mexiko. Welche Regionen betroffen sind und was Reisende jetzt beachten sollten.

Auf einen Blick: Kurzinformationen & FAQ

Häufige Fragen zur aktuellen Sicherheitslage in Mexiko

Ist Reisen nach Mexiko derzeit gefährlich?

Reisen sind in touristische Regionen wie Cancún, Playa del Carmen oder Los Cabos derzeit möglich, doch die Sicherheitslage bleibt angespannt. Von Fahrten in westliche und zentrale Bundesstaaten wird abgeraten.

Welche Regionen gelten als besonders riskant?

Betroffen sind vor allem die Bundesstaaten Jalisco, Michoacán, Guanajuato, Guerrero und Tamaulipas. Dort kommt es regelmäßig zu Blockaden, Überfällen und bewaffneten Auseinandersetzungen.

Was raten die Behörden Reisenden?

Reisende sollten sich in der Krisenvorsorgeliste (Deutschland) oder der Reiseregistrierung (BMEIA) eintragen, nur bei Tageslicht reisen und sich über aktuelle Lageberichte informieren.

Sind Flughäfen und touristische Ziele betroffen?

Der Flugbetrieb läuft in den meisten Regionen normal. In Jalisco und Colima kann es zu kurzfristigen Einschränkungen kommen. Touristische Ziele an der Karibikküste sind bislang nicht betroffen.

Wie kann man sich vor Ort schützen?

Vermeide Nachtfahrten, politische Versammlungen und abgelegene Gebiete. Nutze offizielle Taxis oder Hoteltransfers und bewahre Wertsachen unauffällig auf.

Wo gibt es offizielle Informationen?

Aktuelle Sicherheits- und Reiseinformationen findest du beim Auswärtigen Amt, beim BMEIA und beim US-State-Department.

Sicherheitswarnung: Warnung vor Reisen in Teile Mexikos

Das Auswärtige Amt in Deutschland rät derzeit von nicht notwendigen Reisen in mehrere Bundesstaaten ab, darunter Jalisco, Michoacán, Guerrero, Tamaulipas, Zacatecas und Colima. Auch Guanajuato und Teile von Chiapas gelten als Risikogebiete. Besonders betroffen sind ländliche Regionen, in denen kriminelle Gruppen um Einfluss kämpfen.

Die deutsche Botschaft in Mexiko-Stadt warnt vor spontanen Straßensperren und Anschlägen auf staatliche Einrichtungen. Urlauberinnen und Urlauber sollen sich in sicheren Unterkünften aufhalten, Menschenansammlungen meiden und lokale Medienberichte verfolgen.

Das österreichische Außenamt (BMEIA) hält an Sicherheitsstufe 3 für Mexiko fest. Das bedeutet „hohes Sicherheitsrisiko“ – von Reisen in bestimmte Gebiete wird ausdrücklich abgeraten.

Reisewarnung: US-State-Department aktualisiert Travel Advisory

Das US-Außenministerium (State Department) hat sein Travel Advisory ebenfalls verschärft und ruft amerikanische Bürger dazu auf, „äußerste Vorsicht“ walten zu lassen. Für die Bundesstaaten Jalisco, Michoacán und Tamaulipas gilt die höchste Warnstufe 4: „Do not travel“.

In Quintana Roo und Yucatán, wo beliebte Urlaubsorte wie Cancún, Tulum und Mérida liegen, gilt derzeit Stufe 2 („Increased Caution“). Urlauber und Touristen sind zu erhöhter Vorsicht aufgerufen.

Mexiko: Betroffene Regionen und aktuelle Lage

Besonders angespannt bleibt die Lage in Guadalajara, Puerto Vallarta, Morelia und León, wo es zuletzt zu Angriffen auf Polizeistationen und Brandanschlägen kam. In Teilen von Michoacán und Guanajuato sind Autobahnen blockiert, der Verkehr wird durch militärische Checkpoints kontrolliert.

Flugbetrieb gestört: Flugausfälle und Umleitungen

Mehrere Airlines meldeten Flugausfälle und Umleitungen, insbesondere im Westen des Landes. Flughäfen in Jalisco und Colima stehen unter erhöhter Sicherheitsstufe.

Empfehlungen für Reisende in Mexiko

Reisende sollten derzeit:

  • nur auf Mautautobahnen (Cuota) und bei Tageslicht fahren,
  • offizielle Taxis oder App-Dienste wie Uber oder Didi nutzen,
  • bei Straßensperren nicht versuchen, diese zu umfahren,
  • Ausweisdokumente und Passkopien stets griffbereit halten,
  • sich in der Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts oder der Reiseregistrierung des BMEIA eintragen.

Zudem raten die Behörden, Bargeld und Wertsachen unauffällig zu verwahren und im Fall eines Überfalls keinen Widerstand zu leisten.

Entwarnung für Cancún, Playa del Carmen und Los Cabos

In den touristischen Zentren wie Cancún, Playa del Carmen und Los Cabos läuft der Betrieb bislang weitgehend normal. Dennoch mahnen Sicherheitsbehörden zu Wachsamkeit, insbesondere bei Nachtfahrten und Ausflügen in abgelegene Gebiete. Hotels und Reiseveranstalter stehen in engem Kontakt mit den Behörden und passen Sicherheitsmaßnahmen laufend an.

Sicherheitslage bleibt angespannt

Die mexikanische Regierung hat die Sicherheitspräsenz in den betroffenen Regionen massiv erhöht. Dennoch rechnen Experten mit weiteren Gewaltakten, da rivalisierende Kartelle nach dem Tod El Menchos um Gebiete und Einfluss kämpfen.

Reisende sollten ihre Pläne täglich überprüfen und offizielle Informationen des Auswärtigen Amts, des BMEIA und der US-Behörden beachten. Die Lage kann sich jederzeit kurzfristig ändern.

Quellen und weiterführende Informationen

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