Mittelstand bleibt zuversichtlich
So blicken etwa 64 Prozent durchaus optimistisch auf die Entwicklung ihres eigenen Unternehmens in den kommenden zwei bis drei Jahren. Gleichzeitig plant die Hälfte der Befragten, Investitionen zu tätigen - trotz schwierigem Umfeld. Der Optimismus der oberösterreichischen Klein- und Mittelunternehmen bleibt damit gegenüber dem Jahr 2024 stabil und liegt nahezu auf dem österreichweiten Niveau von 65 Prozent.
Gleichzeitig ist eine leichte Entspannung beim wirtschaftlichen Umfeld erkennbar: Zwar sagen 54 Prozent der oö. Betriebe, dass ihre Marktbedingungen in den vergangenen zwei bis drei Jahren schwieriger geworden sind. 2024 lag dieser Anteil allerdings noch bei 68 Prozent.
Kosten, Bürokratie und Unsicherheit bleiben Herausforderungen
Mehr als 80 Prozent der Betriebe rechnen in den kommenden Jahren mit steigenden regulatorischen Anforderungen, höheren Lohn- und Energiekosten sowie wirtschaftlicher und politischer Unsicherheit. Auch die Implementierung von Künstlicher Intelligenz wird zunehmend als Herausforderung wahrgenommen.
Künstliche Intelligenz gewinnt an Bedeutung
KI wird im Mittelstand immer stärker genutzt: Besonders verbreitet ist der Einsatz in Marketing und Werbung (48 Prozent), Administration (39 Prozent) sowie der Kommunikation mit Kund:innen, Lieferant:innen und Partner:innen (34 Prozent). Bereits 27 Prozent der Betriebe bewerten KI als wichtigen Faktor für den eigenen Unternehmenserfolg.
„Künstliche Intelligenz entscheidet zunehmend darüber, wie effizient Unternehmen arbeiten, wie rasch sie Innovationen umsetzen und wie wettbewerbsfähig sie langfristig bleiben. Dabei geht es nicht nur um große Technologiekonzerne. Gerade KMU können durch automatisierte Prozesse, datenbasierte Entscheidungen und neue digitale Dienstleistungen ihre Stärken noch gezielter nutzen“, so Manuel Molnar, Vorstandsdirektor der Sparkasse OÖ.
Sparkassengruppe stellt Wachstumsmilliarde bereit
Um Unternehmen bei Investitionen in Innovation, Digitalisierung und Wachstum zu unterstützen, stellen Erste Bank und Sparkassen mit der Wachstumsmilliarde insgesamt eine Milliarde Euro an Finanzierungen bereit. Damit setzt die Sparkassengruppe dort an, wo der Investitionsbedarf besonders hoch ist.
Oberösterreichs Unternehmer:
innen zeigen
auch in einem anspruchsvollen
Umfeld große
Widerstandskraft. Zwei
Drittel der heimischen
KMU bleiben weiterhin
optimistisch. Sie vertrauen
auf ihre Innovationskraft,
ihre Anpassungsfähigkeit
und die
Stärke ihrer Betriebe.
50 Prozent der KMU planen in den kommenden zwei bis drei Jahren Investitionen. Eigenkapital ist dabei für 57 Prozent eine grundsätzlich vorstellbare Finanzierungsform. 36 Prozent ziehen einen geförderten Kredit und 32 Prozent einen Kredit ohne Förderung in Betracht.
Zur Studie
Erste Bank und Sparkassen beauftragten IMAS International mit der Durchführung einer repräsentativen Befragung unter Österreichs kleinen und mittleren Unternehmen. Die telefonischen Interviews wurden vom 24. Februar bis 27. März 2026 mithilfe des CATI-Systems durchgeführt. Insgesamt wurden 900 Unternehmen mit einem Jahresumsatz zwischen zwei und 50 Millionen Euro befragt. Pro Bundesland wurden 100 Interviews geführt, um getrennte regionale Auswertungen zu ermöglichen. Befragt wurden in erster Linie Geschäftsführer:innen, alternativ kaufmännische Direktor:innen oder Finanzchef:innen. Für die österreichweite Betrachtung wurden die Bundesländer entsprechend ihrer tatsächlichen Struktur gewichtet.
