Q3: voestalpine steigert Umsatz massiv

Aufschwung um 8 Milliarden Euro zum Vorjahr. Alle Markt- und Produktsegmente stark nachgefragt. Zahlen deutlich höher als vor der Krise.
Autor: Verena Schwarzinger, 09.02.2022 um 09:00 Uhr

Von April bis Dezember 2021, im 3. Quartal, steigerte der Stahl- und Technologiekonzern voestalpine seinen Umsatz um 36,7 Prozent. Aufgrund einer starken Nachfrage in allen Segmenten ergibt dies eine Zunahme von 8 Milliarden Euro auf 10,9 Milliarden Euro. Das EBITDA konnte mit 126,4 Prozent mehr als verdoppelt werden. Die Verschuldung im Vergleich zum Eigenkapital verringerte sich auf 46 Prozent. Die Mitarbeiteranzahl im gesamten Konzern stieg um 2,7 Prozent auf 49.157.

Die sehr robuste Nachfrage nach unseren hochqualitativen Produkten, die hervorragende Arbeit unserer Mitarbeiter sowie unser unveränderter Fokus auf effizienzsteigernde Maßnahmen spiegeln sich in den aktuellen höchst erfreulichen Finanzkennzahlen wider.

Herausforderung: Energie und Lieferketten

Das 3. Quartal war geprägt von zahlreichen volatilen Entwicklungen am Markt sowie bei Rohstoffen und Energien. Die Preise der Rohstoffe zogen deutlich an. Auch die massive Zunahme der Energiekosten war spürbar. Nicht zu vergessen vor allem im Geschäftsbereich Automotive, die Schwierigkeiten und Lieferkettenprobleme der Automobilindustrie. Dennoch ist die Nachfrage nach neuen Autos ungebrochen. Die Höchstzahl an Neuinfektionen an der Omikron-Variante führt aktuell zu Versorgungsengpässen in den globalen Lieferketten. Trendprognosen erlauben jedoch eine positive Aussicht darauf, dass ab Herbst diese Lieferschwierigkeiten in der Automobilindustrie beendet sein werden.

Ausblick auf 2022

Ein Treiber ist auch der Aufschwung in der Luftfahrtindustrie. Das Segment profitiert vom steigenden Bedarf an Kurzstreckenflugzeugen. Der Geschäftsbereich Bahninfrastruktursysteme verzeichnete stabile Performances. Im Energiebereich geht der voestalpine-Konzern ebenso positiv in die nächsten Monate. Aufgrund steigender Investitionen in der Öl- und Gasindustrie setzt sich ein steigender Trend fort.
Der Bereich Lagertechnik und Hochregallager profitierte einmal mehr vom stark wachsenden Onlinehandel, zahlreiche Projekte in Europa und den USA konnten erfolgreich abgeschlossen werden.

Dass wir in einem nach wie vor instabilen Wirtschaftsumfeld sogar die Ergebnisse vor Ausbruch der Pandemie deutlich übertreffen konnten, bestätigt eindrucksvoll die strategische Ausrichtung und die Leistungsfähigkeit unseres Konzerns.

Für das Geschäftsjahr 2021/22 wird ein EBITDA in der Höhe von bis zu 2.200 Millionen Euro erwartet.