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80 Studierende sollen am Campus 42 im Welser Westpark bereits starten. Die Anmeldungsphase läuft.
80 Studierende sollen am Campus 42 im Welser Westpark bereits starten. Die Anmeldungsphase läuft.
Philipp Holz

Per Anhalter durch die Bildungs-Galaxis

11.03.2026 um 00:00, Klaus Schobesberger
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IT-Fachkräfte. Wels setzt mit dem Campus 42 auf ein revolutionäres Ausbildungs­modell für Talente, die der reguläre Schulbetrieb nicht anspricht.

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In Douglas Adams Science-Fiction-Roman „Per Anhalter durch die Galaxis“ ist die Zahl 42 die Antwort auf die ultimative Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest. Wenn man so will, fällt unter diesen Rest auch das staatliche Bildungssystem. Der französische Milliardär Xavier Niel ließ sich von Douglas Adams inspirieren, als er mit Partnern 2013 in Paris die IT-Schule „42“ gründete. Das Besondere daran: Es gibt weder Noten noch Vorlesungen oder Lehrkräfte. Die Studierenden benötigen keine formalen Zugangsvoraussetzungen und müssen keine Gebühren berappen. Das Experiment hat sich bewährt und zählt mit 57  Standorten zu den innovativsten IT-Ausbildungsmodellen. 2022 wurde 42  Vienna gegründet, heuer folgte Campus  42 in Wels.
 

Sozial durchlässig

Für Wels initiiert hat das Projekt Fronius-­Chefin Elisabeth Engelbrechtsmüller-Strauß. Von Anfang an fasziniert sie dieses Modell, weil es vom traditionellen Frontalunterricht abweicht und stattdessen auf Peer-Learning setzt. „Dabei werden nicht nur fachliche Kompetenzen vermittelt, sondern auch soziale Fähigkeiten und Kreativität gefördert – durch gemeinsames Arbeiten an Aufgaben und gegenseitige Evaluation“, erklärt die Unternehmerin. Viele Talente scheitern im herkömmlichen System, „weil sie für die Schule nicht gemacht sind, aber in digitalen Medien brillieren“. Engel­brechtsmüller-Strauß ist überzeugt: 42 ist die Antwort – auf mehr Durchlässigkeit im Bildungssystem und schnellere Anpassung an technologische Entwicklungen.
 

Ins kalte Wasser geworfen

Der neue Campus 42 ist vor allem eine Antwort auf den Fachkräftemangel in der IT-Branche, betonte Bürgermeister Andreas Rabl bei der Projektpräsentation vor Journalisten. Die Adresse für „Ausbildung in der Digitalisierung auf Weltklasseniveau“ liegt auf 1.160  Quadratmetern im Welser Westpark – in einer Immobilie der Pierer Unternehmensgruppe. Der reguläre Start ist für Oktober geplant – Anmeldungen laufen bereits unter: www.42wels.at. Zum Auftakt sind 80 Studierende vorgesehen. Der immer durchgehend geöffnete Campus bietet Platz für bis zu 250 Kommilitonen. Bewerber müssen mindestens 18 Jahre alt sein – entscheidend sind Talent, Ausdauer und Teamfähigkeit. Diese werden in einer vierwöchigen Intensivphase „Piscine“ (franz. Schwimmbecken) getestet: „Die Kandidatinnen und Kandidaten werden quasi ins kalte Wasser geworfen, um zu zeigen, ob sie für dieses Modell gemacht sind“, erklärt Florian Brunner, Geschäftsführer von 42 Vienna.

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