Luxus-Panier: DAS ist das teuerste Schnitzel der Welt – made in Wien
- Wagyu, Blattgold und Kaviar
- Kein Gag, sondern Statement
- Typisch Wiener Schnitzel: Klassiker und Preisrealität
- Handwerk statt Showeffekt
Ein Wiener Haubenlokal sorgt aktuell weit über die Stadtgrenzen hinaus für Gesprächsstoff: Die Spelunke Haubenrestaurant & Bar serviert mit dem „Kaiser Franz“ das wohl teuerste Wiener Schnitzel der Welt. Fast 400 Euro muss man für das Luxus-Schnitzel löhnen. Kann es das wert sein?
Wiener Schnitzel mit Wagyu, Blattgold und Kaviar
Im Mittelpunkt der Deluxe-Version des Wiener Klassikers steht fein marmoriertes Wagyu-Filet, klassisch paniert und in goldbrauner Perfektion ausgebacken. Veredelt wird das Fleisch mit 23-karätigem Blattgold und einem Zitronenparfum, das eigens für dieses Gericht entwickelt wurde. Begleitet wird „Kaiser Franz“ von Royal Caviar Imperial Auslese, Babyerdäpfeln, Preiselbeeren und grünen Salatherzen. Serviert wird das Ganze für zwei Personen, stilecht auf einer Silberplatte.
Für den "Kaiser Franz" braucht man nicht nur großen Hunger, sondern vor allem auch eine große Brieftasche. 395 Euro kostet das Edelschnitzel. Damit übertrifft Wien sogar bisherige Luxus-Versionen aus London oder Dubai.
Kaiser Franz: Statement statt Gag
„Das Gericht zeigt, wie weit man ein vertrautes österreichisches Thema denken kann, ohne es zu verfremden“, sagt Michael Dvoracek, Inhaber der Spelunke. Der „Kaiser Franz“ sei kein ironisches Spiel mit Luxus oder gar PR-Gag, sondern eine ernsthafte Auseinandersetzung mit der Frage, was österreichische Küche sein darf und kann.
Wiener Schnitzel: Klassiker und Preisrealität
Das echte Wiener Schnitzel ist wohl der kulinarische Klassiker Österreichs schlechthin: ein dünn geklopftes Kalbsschnitzel, paniert und goldbraun in Butterschmalz ausgebacken, traditionell serviert mit Zitrone und Beilagen wie Erdäpfelsalat oder Preiselbeeren.
Preislich rangiert es aktuell selbst in der originalen Kalbsvariante deutlich unter dem Luxuspreis der Spelunke. Zwischen 25 und 35 Euro kostet der Klassiker aktuell in den Restaurants der Hauptstadt – nicht einmal ein Zehntel des "Kaiser Franz".
Handwerk statt Showeffekt
Um Qualität, nicht um den Preis geht es Küchenchef Alexander Knelle: „Uns ging es nie darum, ein teures Schnitzel zu machen, sondern ein außergewöhnlich gutes. Das Wagyu, die Panier, die Balance der Beilagen – alles folgt dem Anspruch, das Maximum aus einem vertrauten Gericht herauszuholen, ohne seine Identität zu verlieren.“
Anmerkung der Redaktion
Dieser Artikel wurde zuletzt am 26.01.2026 aktualisiert.