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Außenansicht eines Wiener Polizeiwagens
Donaustadt: Nach einer wilden Verfolgungsjagd über die A23 rammte ein flüchtendes Auto einen Funkwagen, ehe der Lenker per Hubschrauber gefasst wurde.
Donaustadt: Nach einer wilden Verfolgungsjagd über die A23 rammte ein flüchtendes Auto einen Funkwagen, ehe der Lenker per Hubschrauber gefasst wurde.
mikeforemniakowski/Shutterstock

Wilde Jagd: Mann rammt Polizeiauto

24.05.2026 um 10:35, Marcel Toifl
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Eine dramatische Verfolgungsjagd startete auf der A23 und führte durch die Donaustadt. Die Polizei stoppte einen 26-Jährigen ohne Führerschein im Hubschrauber-E

Eine filmreife Verfolgungsjagd hielt am späten Freitagabend die Wiener Polizei in Atem. Was auf der Südosttangente (A23) als Routinekontrolle eines maroden Pkw begann, entwickelte sich zu einer gefährlichen Flucht durch den Bezirk Donaustadt. Erst durch den massiven Einsatz von Bodenkräften und einem Polizeihubschrauber konnte das flüchtende Auto gestoppt und der Lenker ausgeforscht werden.

Anhaltung missachtet: Raser entkommt der Polizei auf der A23

Der Vorfall startete laut der Landespolizeidirektion Wien am 22. Mai 2026 gegen 22:15 Uhr. Beamte der Landesverkehrsabteilung bemerkten auf der A23 in Fahrtrichtung Norden ein technisch sichtlich desolates Fahrzeug. Als die Polizisten den Fahrer per Anzeigetafel aufforderten, dem Streifenwagen zu folgen, ignorierte dieser das Signal, gab Gas und entzog sich der Kontrolle. Aufgrund der rasanten Fahrweise verloren die Beamten den Wagen im dichten Verkehr zunächst aus den Augen.

Funkwagen gerammt: Gefährliche Manöver in der Donaustadt

Die Flucht dauerte jedoch nicht lange an. Wenig später sichtete eine Streife das verdächtige Auto in der Raffineriestraße im Bezirk Donaustadt in Fahrtrichtung A22 wieder. Doch auch ein zweiter Anhalteversuch scheiterte kläglich, da der Lenker erneut rücksichtslos die Flucht ergriff.

Im Kreuzungsbereich Raffineriestraße und Kaisermühlendamm setzten die Polizisten zu einem gezielten Stopp-Manöver an: Sie scherten mit ihrem Funkwagen vor den flüchtenden Pkw ein, um diesen durch kontrolliertes Abbremsen zum Anhalten zu zwingen. Der rücksichtslose Autofahrer rammte jedoch absichtlich die rechte hintere Stoßstange des Polizeiautos und setzte seine Flucht mit massiv überhöhter Geschwindigkeit in Richtung Lobgrundstraße fort. Während der Fahrt gefährdete er mehrfach unbeteiligte Verkehrsteilnehmer sowie den Gegenverkehr.

Hubschrauber-Einsatz: Wärmebildkamera überführt Trio im Dickicht

In der Lobgrundstraße stieß der Flüchtende schließlich an seine Grenzen. Er stellte den Pkw ab und flüchtete zu Fuß über eine Böschung im Bereich einer Fahrradschranke. Umgehend wurde eine großräumige Fahndung eingeleitet, bei der auch ein Polizeihubschrauber zur Unterstützung angefordert wurde.

Die Flugbesatzung konnte mittels Wärmebildkamera schon nach kurzer Zeit drei Wärmequellen im dichten Unterholz lokalisieren, die versuchten, sich vor den Einsatzkräften im Dickicht zu verstecken. Da vor Ort zunächst unklar war, wer von den Personen am Steuer gesessen hatte, nahm die Polizei alle drei Tatverdächtigen vorläufig fest.

Kein Führerschein und gestohlene Kennzeichen: Das Sündenregister des Lenkers

Im Zuge der anschließenden Befragungen und der Sachverhaltsklärung am Posten konnte die Identität des Fahrers zweifelsfrei geklärt werden. Bei dem rücksichtslosen Lenker handelt es sich um einen 26-jährigen österreichischen Staatsbürger.

Die Überprüfungen in den polizeilichen Systemen brachten die mutmaßlichen Motive für die spektakuläre Flucht ans Licht: Der Mann besitzt überhaupt keine gültige Lenkberechtigung und das Auto war zudem mit gestohlenen Kennzeichentafeln bestückt. Der 26-Jährige verblieb in Haft und wurde von der Exekutive sowohl strafrechtlich als auch verwaltungsrechtlich angezeigt.

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