Frauen-Bundesliga im Doppelpack

Weekend: Wie haben Sie sich in Vorarlberg eingelebt?
Viktoria Pinther:
Wir sind gut angekommen und im Klub gut aufgenommen worden, es lässt sich in Vorarlberg gut leben.

Weekend: Wie gut kommen Sie mit der für doch ungewohnten Sprache in Vorarlberg zurecht.?
Julia Kofler:
Eigentlich ganz gut. Am Anfang war es schwierig, die einheimischen Spielerinnen zu verstehen, vor allem dann, wenn die Vorarlberginnen untereinander geredet hat. Man gewöhnt sich aber schnell an die Sprache, trotzdem müssen schon einmal nachfragen, was das eine oder andere Wort bedeutet.

Weekend: Sie haben schon 26 Spiele für die österreichische Nationalmannschaft absolviert, für die nächste Zeit gibt es große Ziele.
Viktoria Pinther:
Wir haben uns ja für die Europameisterschaft in England qualifiziert, wir wollen mit dem Team auch zur Weltmeisterschaft. Die Erfahrungen von der Europameisterschaft 2018 war ein großes Erlebnis, in Österreich ist ein echter Boom im Frauenfußball entstanden, der dritte Endrang hat uns sehr viel weiter geholfen. 

Weekend: Warum wechselten Sie nach Altach?
Julia Kofler: 
Mich hat vor allem das Konzept des Vereins imponiert, ich habe gespürt, dass hier etwas Großes und Interessantes aufgebaut werden soll. Außerdem haben die Altacher mit dem Trainingscamp eine tolle Infrastruktur geschaffen.
Viktoria Pinther: Altach hat sich sehr um mich bemüht. Ich will hier mithelfen die sportliche Entwicklung weiter zu verbessern.

Weekend: Wie lange wollen sie Fußball spielen?
Julia Kofler:
Ich lege mich nicht fest, aber so lange ich gesund und fit bin, will ich spielen. Aber in einer Karriere  können auch andere Faktoren eine Rolle spielen, zum Beispiel Verletzungen.
Viktoria Pinther: Ich will unbedingt einige sportliche Ziele erreichen, mit 22 denke ich nicht darüber nach, wie lange ich spielen werde.

Weekend: Gibt’s schon eine taktische Marschroute von Trainer Iskender Iscakar?
Viktoria Pinther:
Nein, wir probieren das eine oder andere aus, wir werden dann sehen, in welche Richtung die Taktik ausgerichtet sein wird. Ich selbst bevorzuge ein 4-3-3.
Julia Kofler: So lange ich auf der Außenbahn spiele, ist mir das System eigentlich egal. Ich laufe gerne lange Wege, deshalb habe ich mehr Freude, wenn ich von weiter hinten komme.

Weekend: Ihre Stärken?
Viktoria Pinther:
Taktisches Verständnis und Torabschlüsse, ich habe einen guten Schuss.
Julia Kofler: Für unser Alter – wir sind beide 22 – ist das taktische Verständnis sehr gut ausgebildet, wir waren beide in der Frauenakademie in St. Pölten. Technisch bin ich gut und schnell bin ich auch.

Weekend: Gibt’s eine Corona- Vorgabe vom Klub?
Viktoria Pinther:
Nein, jede muss das selbst wissen, wie man sich verhalten muss, um Corona zu vermeiden.

Weekend: Kennen Sie schon andere Frauenteams in Vorarlberg?
Viktoria Pinther:
Wir hatten schon ein Testspiel gegen Rankweil, und bei den Damen des FC Dornbirn waren wir kürzlich einmal zuschauen. Dornbirn hat eine sehr starke Mannschaft, die werden sicher in der 2. Liga vorne mitspielen.

Zu den Spielerinnen:

Julia Kofler (li.)
Position: Außenspielerin

  • geb. 2. September 1998 in Hermagor
  • Stationen als Spielerin: Hermagor, Kirchbach, Stattegg, Spittal/Drau, Sturm Graz, Bremen
     

Viktoria Pinther (re.)
Position: Stürmerin

  • geb. 16. Oktober 1998 in Wien
  • Stationen als Spielerin: Altenmarkt, St. Pölten, Sand, Leverkusen
  • Spiele im Nationalteam: 26/1 Tor
Autor: Weekend Magazin Vorarlberg, 31.08.2021