UEFA-Supercup: Deshalb rüstet die Polizei massiv auf
- Hunderte Polizisten im Einsatz
- Cobra und Spezialkräfte stehen bereit
- Live-Bilder landen in der Einsatzzentrale
- Polizei spricht über Terrorgefahr
- Auch Drohnenabwehr ist einsatzbereit
Salzburg steht am Mittwoch vor einem der größten Polizeieinsätze des Sommers. Der UEFA-Supercup zwischen Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain und Europa-League-Gewinner Aston Villa lockt Zehntausende Fußballfans in die Stadt. Gleichzeitig läuft die Festspielzeit, eine Kombination, die für die Einsatzkräfte eine besondere Herausforderung darstellt.
Rund 30.000 Zuschauer werden im Stadion in Wals-Siezenheim erwartet. Dazu kommen mehrere Tausend Menschen, die sich vor und während des Spiels in der Salzburger Innenstadt aufhalten. Die Polizei mobilisiert deshalb Kräfte aus mehreren Bundesländern und setzt auch auf Spezialtechnik.
Hunderte Polizisten im Einsatz
Besonders in der Altstadt ist mit großem Andrang zu rechnen. Fußballfans treffen sich unter anderem auf dem Kapitelplatz und dem Alten Markt. Zusätzlich können rund 2.000 Menschen das Spiel beim Public Viewing auf dem Residenzplatz verfolgen.
Für die Polizei bedeutet das einen Großeinsatz an mehreren Schauplätzen gleichzeitig. Neben dem Stadion müssen auch die Innenstadt, die An- und Abreise der Fans sowie mögliche Fanbewegungen zwischen den einzelnen Bereichen abgesichert werden.
Insgesamt stehen mehrere hundert Beamtinnen und Beamte im Einsatz. Wie viele es genau sind, gibt die Polizei aus einsatztaktischen Gründen nicht bekannt.
Cobra und Spezialkräfte stehen bereit
Für den Supercup werden zahlreiche Einheiten zusammengezogen. Im Einsatz stehen unter anderem Kräfte der Landesverkehrsabteilung, Einsatzeinheit, Schnellen Interventionsgruppe und Bereitschaftseinheit. Auch die Spezialeinheit Cobra sowie die Flugpolizei sind Teil des Sicherheitskonzepts.
Unterstützung erhält Salzburg zusätzlich aus anderen Bundesländern. Polizeikräfte aus Kärnten, Tirol, Oberösterreich und Niederösterreich reisen für das Fußball-Großereignis an. Auch die Wiener Einsatzgruppe Alarmabteilung, kurz WEGA, unterstützt die Salzburger Einsatzkräfte.
Live-Bilder landen in der Einsatzzentrale
Eine zentrale Rolle spielt das Lagezentrum in der Landespolizeidirektion an der Alpenstraße. Dort wird ein eigener Einsatzstab hochgefahren, der die Entwicklungen rund um das Spiel laufend verfolgt und die eingesetzten Kräfte koordiniert.
Aktuelle Bilder aus dem Stadtgebiet werden dafür über eine nicht näher genannte Zahl an Live-Kameras in die Einsatzzentrale übertragen. Dadurch soll die Polizei auf Veränderungen der Sicherheitslage möglichst schnell reagieren und ihre Kräfte gezielt einsetzen können.
Polizei spricht über Terrorgefahr
Als Hochrisikospiel wird das Aufeinandertreffen von PSG und Aston Villa nach aktuellem Informationsstand nicht eingestuft. Dennoch berücksichtigt die Polizei bei einem internationalen Großereignis dieser Dimension auch mögliche übergeordnete Gefahren.
„Nach unserer jetzigen Informationslage gehen wir von keinem Hochrisikospiel aus“, erklärt Landespolizeidirektor Bernhard Rausch. Gleichzeitig bestehe grundsätzlich eine abstrakt hohe Terrorgefahr. Konkrete Hinweise auf ein entsprechendes Ereignis gebe es allerdings nicht.
Auch Drohnenabwehr ist einsatzbereit
Die Überwachung erfolgt am Mittwoch nicht nur vom Boden aus. Auch die Flugpolizei mit Hubschraubern wird eingesetzt. Ergänzt werden die Maßnahmen durch Polizeidrohnen, die bei Bedarf zusätzliche Bilder aus der Luft liefern können.
Gleichzeitig steht eine eigene Drohnenabwehr bereit. Damit kann die Polizei auf unerlaubte Fluggeräte im Bereich des Großereignisses reagieren. Zusammen mit Spezialkräften, Videoüberwachung und den Hundertschaften am Boden entsteht damit ein umfassendes Sicherheitsnetz.
Ziel des massiven Aufgebots ist ein friedlicher Fußballabend für Fans und Bevölkerung. Während PSG und Aston Villa auf dem Rasen um den UEFA-Supercup kämpfen, läuft im Hintergrund eine der größten Sicherheitsoperationen, die Salzburg in diesem Sommer erlebt.