Petzner reitet Mückstein-Attacke

Stefan Petzner – der Es-Politiker mit den überschaubaren Leistungen reitet eine Mode-Attacke gegen den Turnschuh-Minister Wolfgang Mückstein-
Autor: Gerhard Gall, 23.04.2021 um 09:36 Uhr

Ja, die Diskussion um Minister Mücksteins Schuhwerk ist eine berechtigte. Es gibt eine Würde des Amtes und diese wird durch Turntreter verletzt. So einfach ist das. Egal wie hip auch immer derartige Schuhe irgendwo sind und wie unkonventionell man sich damit geben möchte. Und es darf als grenzwertig angesehen werden, wenn man jemanden aus Mücksteins Alters- und Bildungsschicht erst aufzeigen muss, was die Wörter Dresscode und Repräsentieren bedeuten. Im Normalfall bedarf das nur sehr kurzer Erörterungen. Wirklich entnervend wird die Sache aber, wenn sich im Sog solcher Diskussionen Balkon-Muppets auf Trash-TV-Niveau zu Wort melden.

Da entblödet sich doch ein Stefan „Lebensmensch“ Petzner nicht, vor laufender Kamera seine Füße herzuzeigen. Der Mr. Sonnenbräune mit den überschaubaren politischen Leistungen schafft es in einem Schwung, Mücksteins Modestil zu rüffeln,  mit seinen 700-Euro-Turnschuhen zu prahlen, den französischen Herstellernamen falsch auszusprechen und zu vermelden, dass Karl Lagerfeld, würde er noch leben, angesichts des Mückstein Fauxpas am Durchdrehen wäre. Das alles in einer Form, die man – hätte man keine Kinderstube – als schwer proletoid bezeichnen müsste. Und: Wir verlieren kein Wort, dass Meister Lagerfeld – weilte er noch unter uns – weder Mücksteins Turnschuhe noch ein Stefan Petztner kratzen würden. Ende der Diskussion.