Linz gibt sich den Kick: Stadionupdate

Bis 2023 hätte der FC Blauweiß Linz noch im alten Stadion der Stadt Linz auf der Gugl bleiben können. Das hätte den ambitionierten (und inzwischen umkämpften) Bauplänen des LASK, der ja schon in eineinhalb Jahren die neue Raiffeisen Arena beziehen will, durchkreuzt. Deshalb stellt der LASK dem Lokalrivalen ab der Sommersaison 2021 seinen Platz – die ehemalige Verbandsanlage  zur Verfügung, treffenderweise im Stadtteil „Neue Heimat“, genau gesagt in der Daimlerstraße. Dafür musste einiges adaptiert werden um die Anlage bis 2023, wenn die Stahlstädter ihr neues Donauparkstadion beziehen, zweitligatauglich zu machen. Auch das ist nun geschehen. Die Blauweißen zogen bereits um, und die Abrissarbeiten an der Gugl können ungehindert ihren Lauf nehmen. Der Verbandsplatz in der Daimlerstraße heißt ab sofort HOFMAN PERSONAL STADION.

Kapelle beim LASK, „Hochsitz“ für Blauweiß

Schon im Juli 2022 soll das neue Prunkstück des LASK fertig sein. 18.000 Fans sollen dort Platz finden. Highlights: Hotel, Gastronomie, Fanareale, ein öffentlich zugängliches Gesundheitszentrum samt OP und – eine Kapelle. Dort sollen sich LASK-Anhänger trauen, oder ihren Nachwuchs taufen lassen können. Diesen Service kann Blauweiß seinen Fans zwar nicht bieten, dafür eine Location, die selbst in der internationalen Fachpresse für Aufsehen sorgt. Das Stadion wird auf dem Dach einer Lagerhalle errichtet werden, die der Möbelhändler XXXLutz baut. Damit soll der geringe vorhandene Platz ideal ausgenutzt werden. Da Baugrund vor allem im städtischen Bereich teuer ist, gilt diese Strategie als wegweisend.

Autor: Jürgen Philipp, 16.02.2021