Attersee-Absturz: Tragische Details zu Insassen
Nach dem Absturz eines in Salzburg gestarteten Kleinflugzeugs in den Attersee gibt es kaum noch Hoffnung für die beiden mutmaßlichen Insassen. Medienberichten zufolge befanden sich ein 25-jähriger Fluglehrer und ein 20-jähriger Flugschüler aus Deutschland an Bord. Das Wrack der Tecnam P2002JF-Sierra wurde inzwischen in 163 Metern Tiefe geortet. Die aufwendige Bergung ist für Samstag vorgesehen.
Fluglehrer und Schüler an Bord
Nach Medienberichten handelt es sich bei den beiden vermissten Insassen um einen 25-jährigen Fluglehrer und einen 20-jährigen Flugschüler. Beide sollen aus Deutschland stammen. Für die beiden besteht nach dem Absturz und der langen Zeit unter Wasser keine Hoffnung mehr.
Offiziell bestätigt hat die Polizei die Identität der Insassen allerdings noch nicht. Die Behörden wollen erst nach der Bergung des Flugzeugs nähere Angaben machen. Auch der genaue Zustand im Cockpit wurde von offizieller Seite bisher nicht öffentlich bestätigt.
Fest steht, dass es sich bei der verunglückten Maschine um ein zweisitziges Kleinflugzeug vom Typ Tecnam P2002JF-Sierra handelte.
Maschine verliert plötzlich an Höhe
Das Flugzeug war am Mittwoch um 11.04 Uhr vom Flughafen Salzburg zu einem Schulungsflug gestartet. Bereits rund 20 Minuten später brach der Kontakt ab. Im Bereich von Steinbach am Attersee verlor die Maschine aus bislang ungeklärter Ursache rasch an Höhe und stürzte etwa 200 bis 300 Meter vom Ufer entfernt ins Wasser.
Augenzeugen schilderten einen dramatischen Absturz. Demnach sei das Flugzeug ins Trudeln geraten und nahezu senkrecht Richtung Wasser gefallen. Nach dem Aufprall verschwand die Maschine binnen kurzer Zeit vollständig unter der Oberfläche.
Zweitbeteiligte wie Wassersportler befanden sich nach Angaben der Ermittler nicht im unmittelbaren Unfallgeschehen.
Wrack liegt in 163 Metern Tiefe
Unmittelbar nach dem Absturz begann ein Großeinsatz von Feuerwehr, Wasserrettung, Polizei und Rotem Kreuz. Unterstützt wurden die Einsatzkräfte unter anderem von Spezialisten der Wasserrettung Salzburg.
Mit Sonargeräten, Unterwasserkameras und Tauchrobotern gelang es schließlich, die Maschine am Mittwochabend in 163 Metern Tiefe zu lokalisieren. Damit liegt das Wrack an einer der tiefsten Stellen des Attersees.
Parallel errichtete die Feuerwehr Ölsperren, um ausgelaufene Betriebsmittel einzudämmen. Nach ersten Schätzungen könnten sich bis zu 130 Liter Treibstoff an Bord befunden haben.
Bergung erst am Samstag geplant
Die Bergung stellt die Einsatzkräfte vor erhebliche technische Herausforderungen. Ein Versuch bereits am Donnerstag sei laut den bisherigen Planungen zeitlich nicht umsetzbar gewesen. Für Freitag werden außerdem instabile Wetterbedingungen und mögliche Gewitter erwartet.
Deshalb soll die Bergung erst am Samstag durchgeführt werden. Dabei muss zunächst geprüft werden, wie stark die Maschine beim Aufprall beschädigt wurde. Ob das Flugzeug tatsächlich in einem Stück gehoben werden kann, ist derzeit offen.
Das Landeskriminalamt Oberösterreich und die Flugunfallkommission haben die Ermittlungen zur Ursache übernommen. Warum die Maschine so plötzlich an Höhe verlor und abstürzte, ist weiterhin völlig unklar.