Großeinsatz: Flugzeug in Attersee abgestürzt
Großeinsatz am Attersee: Ein Kleinflugzeug ist am Mittwochvormittag im Bereich der oberösterreichischen Gemeinde Steinbach in den See gestürzt. Die zweisitzige Maschine war zuvor in Salzburg gestartet und verschwand nach dem Aufprall vollständig unter der Wasseroberfläche. Einsatzkräfte suchen mit einem Großaufgebot nach dem Flugzeug und möglichen Insassen. Die enorme Tiefe des Attersees stellt die Helfer dabei vor eine große Herausforderung.
Kleinflugzeug stürzt in den Attersee
Der Flugunfall ereignete sich am Mittwochvormittag im Gemeindegebiet von Steinbach am Attersee. Das bestätigte die Polizei auf APA-Anfrage. Augenzeugen sollen beobachtet haben, wie die Maschine über dem See rasch an Höhe verlor und schließlich ins Wasser stürzte.
Bei dem Flugzeug handelt es sich nach bisherigen Informationen um eine zweisitzige Maschine, die zuvor in Salzburg gestartet war. Wenig später brach der Kontakt zu dem Kleinflugzeug ab. Was genau zum Absturz führte, ist derzeit völlig unklar.
Unmittelbar nach dem Unglück wurde eine großangelegte Rettungsaktion gestartet. Von der Maschine war nach dem Aufprall an der Wasseroberfläche nichts mehr zu sehen.
Großangelegte Suche nach dem Wrack
Mehrere Einsatzorganisationen rückten zum Attersee aus. Neben Kräften der Feuerwehr und Polizei stehen mehrere Teams der Wasserrettung im Einsatz. Auch das Rote Kreuz und ein Rettungshubschrauber wurden zum Unglücksort beordert.
Die Helfer konzentrieren sich derzeit darauf, die genaue Absturzstelle zu lokalisieren und das Flugzeug unter Wasser zu finden. Taucher wurden für die Suchmaßnahmen angefordert. Zusätzlich wird der Einsatz von Sonargeräten vorbereitet, mit denen größere Bereiche unter der Wasseroberfläche abgesucht werden können.
Laut aktuellen Medien-Berichten stehen sechs Feuerwehren und drei Wasserrettungsteams im Einsatz. Die Suche nach möglichen Überlebenden hatte am Mittwochmittag weiterhin höchste Priorität.
Attersee an Absturzstelle extrem tief
Besonders schwierig gestaltet sich der Einsatz aufgrund der enormen Wassertiefe. Nach Angaben der Wasserrettung soll der Attersee im Bereich der mutmaßlichen Absturzstelle rund 160 Meter tief sein.
Das Kleinflugzeug soll unmittelbar nach dem Aufprall versunken sein. Eine Bergung aus einer derartigen Tiefe ist für gewöhnliche Einsatztaucher kaum möglich. Zunächst muss deshalb möglichst genau festgestellt werden, wo das Wrack auf dem Grund des Sees liegt.
Sonartechnik könnte dabei eine entscheidende Rolle spielen. Sie ermöglicht es den Einsatzkräften, den Seegrund nach größeren Objekten abzusuchen, ohne dass Taucher unmittelbar in die enorme Tiefe vordringen müssen.
Noch keine Klarheit über mögliche Insassen
Wie viele Personen sich zum Zeitpunkt des Absturzes tatsächlich an Bord befanden, war zunächst nicht gesichert. Bei der verunglückten Maschine soll es sich lediglich um ein Flugzeug mit zwei Sitzplätzen handeln.
Auch über mögliche Verletzte oder Todesopfer gibt es derzeit keine bestätigten Informationen. Die Einsatzkräfte suchen weiterhin nach dem Wrack und möglichen Insassen. Erst nach der Lokalisierung der Maschine dürfte Klarheit über das Ausmaß des Unglücks herrschen.
Ebenso offen ist die Ursache des Absturzes. Die weiteren Ermittlungen werden zeigen müssen, warum das Kleinflugzeug über dem Attersee offenbar plötzlich an Höhe verlor und anschließend ins Wasser stürzte.