20. bis 24. Oktober: Digitale Messe „Jugend und Beruf“

Rund 80.000 Besucher kommen üblicherweise zur Messe „Jugend und Beruf“. Dafür war in Corona-Zeiten kein Hygiene-Konzept möglich, dass es den Verantwortlichen erlaubt hätte, sich guten Gewissens für eine normale Durchführung zu entscheiden. Also wurde die Messe 100% in den digitalen Raum verlegt – und zwar auf der Internet-Seite www.jugendundberuf.info. „Das in so kurzer Zeit komplett digital auf die Beine zu stellen, ist eine große Leistung“, freut sich WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer, die auch ankündigt: Auch wenn die Messe nach dem 24. Oktober vorbei ist, wird das grundsätzliche Angebot weiterhin zur Verfügung stehen.

Bei der Messe, die heuer fünf statt wie bisher vier Tage dauert, funktioniert der Informationsaustausch und die Kommunikation mit den Ausstellern via Chatfunktionen mit den persönlichen Ansprechpartnern, der „Messe-Konfigurator“ erleichtert die Orientierung. Dieser erstellt für jeden Besucher ein punktgenaues Angebot nach individuellen Interessen, gewünschen Lehrbrufen und Ausbildungsangeboten.

Gezieltere Suche, größeres Angebot

Denn das digitale Messe-Angebot ist sogar noch umfangreicher und gleichzeitig noch zielgenau regionaler, als es die analoge Messe bisher war. Statt wie im Vorjahr rund 300 Aussteller sind es nun sogar 500, die im digitalen Raum vertreten sind – eben weil es keine räumliche Begrenzung gibt. „Ein großer Vorteil ist nun, dass man die Unternehmen ganz individuell regional eingrenzen kann“, so Hummer, „denn bisher war es so, dass die Besucher im Zweifel zu den Ständen der großen Betriebe mit den bekannten Namen gekommen sind. Nun kann man auch gezielt suchen, wenn man zum Beispiel sagt: Ich möchte Mechatroniker werden, wo kann ich das in der näheren Umgebung tun?“

„Das ist ein Quantensprung“

Auch Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner freut sich auf die Digitale Jugend & Beruf. „Es war früh klar, dass sie nicht in normaler Form stattfinden kann. Aber eine Absage war nie eine Option“, sagt der Landesrat, der die Verlegung in den digitalen Raum als „Quantensprung“ bezeichnet: „Eigentlich ist diese Form sogar noch besser als die analoge Variante. Denn damit treffen wir die Jugendlichen dort, wo sie schon sind – in der digitalen Welt nämlich.“ Die Corona-Krise habe schneller und nachhaltiger ein Bewusstsein für die Bedeutung der Digitialisierung geschaffen, als dies ohne sie möglich gewesen wäre, ist Achleitner sicher.

„In Oberösterreich gibt es derzeit rund 650 Lehrstellensuchende und über 2.400 offene Lehrstellen“, betont der Landesrat, „in Wien ist es umgekehrt!“ Das streicht auch die Bedeutung der Messe Jugend & Beruf hervor, die sich die digitale Form auf jeden Fall weiter behalten wird – wenn auch nicht ausschließlich. „Sobald eine klassische Messe wieder möglich ist, wird es sie auch wieder geben“, kündigt WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer an, „aber das digitale Format wird als Ergänzung ein wichtiger Baustein bleiben. Diese ist der Dauerläufer, der auch nach der Messe verfügbar sein wird.“

Gewinnspiel

Als spezielles Goodie wartet zudem ein Gewinnspiel auf die Messebesucher. „Schon im Vorfeld der Messe laden wir alle Jugendlichen herzlich ein, unter #Jugendundberuf zu posten, was ihnen bei ihrer zukünftigen Ausbildung wichtig ist“, erklärt Doris Hummer: „Für die coolsten Postings gibt es 10 iPads zu gewinnen!“

Autor: Philipp Eitzinger , 13.10.2020