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Kaffee in einer Röstmaschine als Themenbild für die Schließung der Helmut Sachers Kaffee GmbH
Aus für Traditionsbetrieb: Die Helmut Sachers Kaffee GmbH wurde im Konkursverfahren gerichtlich geschlossen.
Aus für Traditionsbetrieb: Die Helmut Sachers Kaffee GmbH wurde im Konkursverfahren gerichtlich geschlossen.
Artem Varnitsin/Shutterstock

Traditions-Rösterei vor dem Aus: Über vier Millionen Schulden

08.09.2026 um 11:59, Marcel Toifl
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Helmut Sachers Kaffee GmbH ist konkursgerichtlich geschlossen. Sämtliche Dienstverhältnisse wurden beendet, Millionen an Forderungen sind anerkannt.

Das Aus für ein traditionelles Unternehmen ist besiegelt: Wie der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) nach der Berichts- und Prüfungstagsatzung bekannt gab, wurde die Helmut Sachers Kaffee GmbH (FN 105466y) konkursgerichtlich geschlossen. Das am 9. Juli 2026 beim Landesgericht Wiener Neustadt eröffnete Konkursverfahren über die Kaffeerösterei und den dazugehörigen Lebensmittelhandel steht vor der Abwicklung.

Betriebsaufgabe und Räumung der Standorte

Zum Zeitpunkt der Insolvenzeröffnung beschäftigte die traditionsreiche Kaffeerösterei noch 22 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Zuge des Verfahrens wurden inzwischen sämtliche Dienstverhältnisse beendet und der gesamte Geschäftsbetrieb vollständig eingestellt.

Auch die Abwicklung der physischen Standorte schreitet zügig voran:

  • Wiener Standort: Die Räumlichkeiten in Wien wurden bereits geräumt und an die Vermieterin übergeben. Für das Objekt soll die Eigentümerin bereits einen Nachmieter gefunden haben.
  • Zentrale: Der Standort der Unternehmenszentrale soll demnächst ebenfalls geräumt und an die Vermieterin zurückgestellt werden.
  • Fahrnisse: Sämtliche Fahrnisse des Unternehmens wurden bereits verwertet.

Millionenforderungen im Konkursverfahren

Im Rahmen der Prüfungstagsatzung wurden die Verbindlichkeiten des insolventen Kaffeehändlers offen gelegt. Gläubiger meldeten Forderungen in beträchtlicher Höhe an.

Insgesamt belaufen sich die angemeldeten Forderungen auf rund 4,6 Millionen Euro. Davon wurden seitens der Insolvenzverwaltung Forderungen in Höhe von rund 4,3 Millionen Euro anerkannt. Sämtliche Dienstverhältnisse wurden beendet und der Geschäftsbetrieb vollständig eingestellt.

Weiterer Fahrplan: Bericht im Jänner erwartet

Wie es für die Gläubiger finanziell weitergeht, bleibt vorerst offen. Eine abschließende Einschätzung zur zu erwartenden Konkursquote ist zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht möglich.

Ein weiterer Bericht des Insolvenzverwalters wird für Mitte Jänner erwartet. Erst dann dürften genauere Details zur Verwertung der Insolvenzmasse und den Aussichten für die Gläubiger vorliegen.

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