Großeinsatz in Lehen: Cobra sucht 19-Jährigen
Ein Großeinsatz der Polizei hat am späten Montagabend im Salzburger Stadtteil Lehen für Aufsehen gesorgt. Gleich mehrere Einheiten rückten gegen 22 Uhr zu einem Wohnhaus aus, nachdem eine 17-Jährige und ihr 41-jähriger Onkel einen mutmaßlichen Waffenvorfall gemeldet hatten. Weil die Lage zunächst unklar war, wurde auch das Einsatzkommando Cobra hinzugezogen. Die Spezialeinheit öffnete schließlich die Wohnung eines 19-jährigen Verdächtigen gewaltsam, der junge Mann war jedoch nicht mehr dort.
17-Jährige und Onkel alarmieren Polizei
Der Einsatz begann am Montagabend gegen 22 Uhr. Nach bisherigen Informationen wandten sich eine 17-Jährige und ihr 41 Jahre alter Onkel an die Polizei. Sie gaben an, dass es zuvor zu einer Bedrohung mit einer Waffe gekommen sein soll.
Daraufhin wurden zahlreiche Einsatzkräfte in den Stadtteil Lehen beordert. Neben mehreren Streifen waren auch die Kriminalpolizei sowie die Schnelle Interventionsgruppe vor Ort.
Da zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte, dass von dem Verdächtigen weiterhin eine konkrete Gefahr ausgeht und möglicherweise eine Schusswaffe im Spiel ist, wurde schließlich auch die Cobra alarmiert.
Cobra verschafft sich Zugang zur Wohnung
Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht ein 19-jähriger syrischer Staatsbürger. Die Spezialeinheit verschaffte sich im Zuge des Einsatzes gewaltsam Zugang zu dessen Wohnung.
Dort trafen die Beamten den Beschuldigten allerdings nicht mehr an. Verletzte gab es nach bisherigem Kenntnisstand nicht.
Zwischen der 17-Jährigen und dem 19-Jährigen soll laut Polizei zuvor ein Naheverhältnis bestanden haben. Welche genaue Beziehung zwischen den beiden bestand und was der mutmaßlichen Bedrohung vorausging, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen.
Fahndung nach 19-Jährigem läuft
Nachdem der Tatverdächtige nicht in seiner Wohnung angetroffen wurde, leitete die Polizei eine Fahndung nach dem 19-Jährigen ein.
Für die Bevölkerung bestehe nach Angaben der Polizei derzeit allerdings keine akute Gefahr. Weitere Details zu möglichen Aufenthaltsorten oder zu den laufenden Fahndungsmaßnahmen wurden zunächst nicht veröffentlicht.
Die Polizei versucht nun, den jungen Mann ausfindig zu machen und zu den Vorwürfen zu befragen.
Ob echte Waffe im Spiel war, ist offen
Noch unklar ist auch, ob bei dem Vorfall tatsächlich eine echte Schusswaffe verwendet wurde. Genau das sollen die weiteren Ermittlungen klären.
In ersten Berichten war zudem von möglichen Verständigungsproblemen beim Notruf die Rede. Die Polizei will deshalb die Aussagen der Beteiligten nochmals detailliert aufnehmen und den genauen Ablauf rekonstruieren.