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BMW-Schild vor einem Autohaus unter blauem Himmel als Symbolbild für die Insolvenz der Wahl-Gruppe. KI-generiertes Symbolbild. BMW selbst ist nicht von der Insolvenz betroffen.
BMW-Händler in der Krise: Die Wahl-Gruppe hat für sechs Gesellschaften Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung beantragt.
BMW-Händler in der Krise: Die Wahl-Gruppe hat für sechs Gesellschaften Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung beantragt.
KI-generiert / dall.e / Stefanie Hermann

Autohaus insolvent: 1.000 Mitarbeiter betroffen

07.09.2026 um 10:48, Stefanie Hermann
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Die Wahl-Gruppe ist insolvent. Das Autohaus betreibt 31 Standorte und beschäftigt rund 1.000 Mitarbeiter. Verkauf und Werkstätten laufen weiter.

Eine der größten inhabergeführten Autohaus-Gruppen Deutschlands ist insolvent. Die traditionsreiche Wahl-Gruppe hat für sechs Gesellschaften Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Betroffen sind rund 1.000 Mitarbeiter an 31 Standorten.

Autohaus Wahl meldet Insolvenz an

Die Wahl-Gruppe mit Hauptsitz in Siegen steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Die Geschäftsführung hat beim zuständigen Gericht Anträge auf Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung gestellt. Damit soll das Autohaus bei laufendem Betrieb wirtschaftlich neu aufgestellt werden.

Die Verfahren betreffen sechs Gesellschaften der Gruppe. Wahl betreibt insgesamt 31 Standorte in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz und zählt nach eigenen Angaben zu den 20 größten Autohandelsgruppen Deutschlands.

Wahl wurde 1898 gegründet und verkauft seit 1923 BMW-Motorräder. Das Unternehmen bezeichnet sich deshalb als ältesten noch aktiven BMW-Vertragshändler der Welt.

Das sind die Gründe für die Autohaus-Insolvenz

Als wesentliche Ursachen nennt die Geschäftsführung steigende Kosten und gleichzeitig sinkende Umsätze. Vor allem die Kaufzurückhaltung macht dem Autohaus zu schaffen. Sowohl Privatkunden als auch Unternehmen halten sich demnach beim Fahrzeugkauf zurück.

Gleichzeitig hat Wahl sein Markenportfolio massiv umgebaut. Innerhalb von nur zwei Jahren sind elf Marken hinzugekommen. Erst im März 2026 hat die Gruppe ein neues Mazda-Autohaus in Koblenz eröffnet. 

1.000 Mitarbeiter von Insolvenz betroffen

Löhne und Gehälter der rund 1.000 Beschäftigten sind zunächst bis Ende November über das Insolvenzgeld gesichert. Ab Dezember sollen die Personalkosten wieder aus dem laufenden Geschäft erwirtschaftet werden.

Ob im Zuge der Sanierung Arbeitsplätze wegfallen oder einzelne Standorte geschlossen werden, steht derzeit nicht fest. Ein konkreter Sanierungsplan soll erst in den kommenden Monaten ausgearbeitet und mit den Beteiligten abgestimmt werden.

Sanierung soll traditionsreiches Autohaus retten

Die Geschäftsführung bleibt bei der Eigenverwaltung grundsätzlich am Ruder. Unterstützt wird sie von einem Team der Sanierungskanzlei Schultze & Braun. Jürgen Erbe und Michael Böhner werden als Generalbevollmächtigte in die Geschäftsführung eingebunden.

Wie diese Neuaufstellung konkret aussieht, ist noch offen. Fest steht bislang lediglich das Ziel: Das traditionsreiche Autohaus soll saniert werden und möglichst eine Zukunftsperspektive für seine zahlreichen Standorte erhalten.

Betrieb in allen 31 Autohäusern läuft weiter

Für Kunden soll sich vorerst nichts ändern. Alle 31 Standorte bleiben geöffnet, auch die Meisterwerkstätten arbeiten weiter.

Das Unternehmen verkauft mittlerweile 16 Automarken. Neben BMW, MINI und BMW Motorrad gehören unter anderem Ford, Kia, Mazda, Opel, Peugeot, Citroën, Jeep, Alfa Romeo, MG, Xpeng und Leapmotor zum Portfolio.

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