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ÖAMTC-Rettungshubschrauber im Flug. Ein achtjähriger Bub ist nach einem Unfall am Bleiburger Wiesenmarkt ins Klinikum Klagenfurt gebracht worden.
Der achtjährige Bub ist nach dem schweren Unfall am Bleiburger Wiesenmarkt mit dem Rettungshubschrauber ins Klinikum Klagenfurt geflogen worden.
Der achtjährige Bub ist nach dem schweren Unfall am Bleiburger Wiesenmarkt mit dem Rettungshubschrauber ins Klinikum Klagenfurt geflogen worden.
Erich Karnberger / Shutterstock.com

Bleiburger Wiesenmarkt: Wie konnte Bub (8) aus Fahrgeschäft stürzen?

08.09.2026 um 12:17, Stefanie Hermann
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Nach dem schweren Unfall am Bleiburger Wiesenmarkt liegt ein Bub auf der Intensivstation. Wie konnte er trotz geschlossenem Sicherheitsbügel stürzen?

Nach dem schweren Unfall am Bleiburger Wiesenmarkt laufen die Untersuchungen weiter. Ein achtjähriger Bub ist während der Fahrt unter einem geschlossenen Sicherheitsbügel durchgerutscht und aus dem Fahrgeschäft gestürzt. Ein technischer Defekt gilt als unwahrscheinlich. Wie konnte es dennoch zu dem Unfall kommen?

Unfall am Bleiburger Wiesenmarkt gibt Rätsel auf

Der schwere Unfall hat sich am Sonntag, dem 6. September, gegen 15 Uhr ereignet. Ein 42 Jahre alter Mann aus dem Bezirk Völkermarkt besucht gemeinsam mit seinem achtjährigen Sohn den Bleiburger Wiesenmarkt. Die beiden steigen gemeinsam in ein Fahrgeschäft.

Während der Fahrt passiert das Unfassbare: Der Bub rutscht während der Fahrt unter dem ordnungsgemäß geschlossenen Sicherheitsbügel durch. Sein danebensitzender Vater kann ihn nicht mehr hochziehen, der Achtjährige stürzt aus dem Fahrgeschäft in eine Besuchergasse.

Sicherheitsbügel war geschlossen

Gerade dieser Umstand wirft Fragen auf. Der Sicherheitsbügel war laut Polizei ordnungsgemäß geschlossen. Bei der anschließenden Kontrolle konnte kein technisches Gebrechen festgestellt werden.

Branchensprecherin Monika Pötscher verweist gegenüber dem ORF auf die strengen Sicherheitssysteme moderner Fahrgeschäfte. „Wenn ein Bügel nicht ganz schließt, weil ein Blatt Papier oder ein Luftballon dazwischen liegt, was öfter vorkommt, dann fährt das Gerät nicht einmal los. Wir haben wirklich Vorgaben.“

Wie der Achtjährige dennoch unter dem Bügel hindurchrutschen konnte, ist weiterhin Gegenstand der Ermittlungen.

Fahrgeschäfte werden täglich kontrolliert

Insgesamt stehen heuer 50 Fahrgeschäfte am Bleiburger Wiesenmarkt, darunter 15 größere Anlagen. Vor der täglichen Inbetriebnahme müssen die Betreiber überprüfen, ob die automatischen Sicherheitssysteme funktionieren.

Auch Marktmeister Arthur Ottowitz verweist gegenüber dem ORF Kärnten auf die behördlichen Kontrollen. „Es sind ganz strenge Auflagen, die von der Behörde überprüft werden. Erst, wenn wir die Mitteilung bekommen, dass alles ordnungsgemäß vorliegt, bekommt der betreffende Betreiber die Erlaubnis, hier am Wiesenmarkt aufzustellen.“

Zusätzlich gelten je nach Fahrgeschäft unterschiedliche Vorgaben für Alter, Körpergröße oder Gewicht der Fahrgäste. Die jeweiligen Beschränkungen sind im Bewilligungsbescheid oder technischen Gutachten festgelegt und müssen eingehalten werden.

Technischer Defekt gilt als unwahrscheinlich

Das betroffene Fahrgeschäft am Bleiburger Wiesenmarkt wurde unmittelbar nach dem Unfall überprüft. Dabei wurden auch Zeugenaussagen berücksichtigt. Ein technisches Gebrechen konnte nicht festgestellt werden. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurde das Fahrgeschäft deshalb bereits wieder für den Betrieb freigegeben.

Ob menschliches Versagen, gesundheitliche Gründe oder andere Umstände eine Rolle gespielt haben, müssen die laufenden Untersuchungen zeigen.

Bub liegt auf Intensivstation

Der Achtjährige wird nach seinem Sturz noch am Bleiburger Wiesenmarkt notärztlich versorgt. Anschließend bringt ihn der Rettungshubschrauber C11 in das Klinikum Klagenfurt.

Dort wird der schwer verletzte Bub auf der Intensivstation behandelt. Sein Zustand ist laut aktuellen Informationen stabil.

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