Fischauer Vorberge - erste Reihe fußfrei!

Nach über einem Jahr Pandemie und „Immer wieder-Einschränkungen“ ist die Lust von Herrn und Frau Österreicher auf Naturerlebnis, auf Sonne, auf Spaziergung und Fernblicke auf einen nie dagewesenen Höchststand angewachsen. Und überall dort, wo es schön und die Erreichbarkeit besonders leicht gegeben ist, dort „wurdelt“ es, sodass man selbst am Busen der Natur und unter freiem Himmel mitunter mit dem Abstand auf Kriegsfuß steht. Es ist mittlerweile mehr als ein Geheimtipp, die Hot Spots zu meiden und Alternativen zu suchen. Im Fall der Hohen Wand ist dies mehr als einfach: Auf der anderen Seite der „Neuen Welt“ gelegen, spannen die Fischauer Vorberge einen weiten Bogen und erstrecken sich mit halbhohen, dicht bewaldeten Erhebungen, die immer wieder durch Felswände mit typischem Föhrenbewuchs durchbrochen sind, vom Steinfeld in die Neue Welt und vom Anfang bis zum Ende der Hohen Wand. Die zahlreichen Wanderwege sind bestens markiert und nahezu jeder sich bietende, unmarkierte Anstieg ist eine Entdeckung wert.

Hohe Wand und Schneeberg

Wandern mit Aussicht

Der ehemalige Steinbruch am Engelsberg mit wunderschönem Ausblick in das Steinfeld ist dabei ebenso ein Fixpunkt in der Wanderkarte wie das Gipfelkreuz am Grössenberg oberhalb von Muthmannsdorf, der Karl-Stein oberhalb von Brunn an der Schneebergbahn oder die wegen Baufälligkeit gesperrte Burgruine Emmerberg. Zuvor sollte man aber unbedingt den langgezogenenen Bergkamm oberhalb des Engelsberger Steinbruches aufsuchen, denn diese versteckten Felswände sind weder vom Steinfeld, noch von der Neuen Welt einsichtig. Apropos Emmerberg: Die Burgruine ist auch von außen sehenswert (vom Parkplatz Emmerberg oder schöner über den in der Prossetschlucht beginnenden Eselsteig), und wenn man schon einmal da ist, sollte man gleich weiter in nördlicher Richtung zu den Felswänden des Schlossberges gehen. Markierung gibt es keine, Wege schon.

Emmerberg

Auch das Waldgebiet zwischen Winzendorf, Emmerberg und Netting - über die Waldandacht - bietet schöne Wanderwege einfachen Anspruchs mit Aussichtsplätzen, die es zu entdecken gilt.  Es gibt mehrere Möglichkeiten, einfach über den Berg „drüber zu gehen“, also vom Steinfeld in die Neue Welt und zurück. Die Gipfel rund um die Waldandacht heißen Mitterberg, Kalterberg und Dachenstein.

Winzendorf

Panoramaaussicht vom Irma-Felsen.

Der südwestlichste Ausläufer der Fischauer Vorberge ist der Kienberg, und dieser ist von allen Seiten durch wenig frequentierte Wanderwege erschlossen. Besonders schön ist der längere Aufstieg von Netting zum Irmafelsen und der Weg über Strelzhof zurück. Dieser „Irmafelsen“ ist ein besonderer Aussichts- und Rastplatz mit Bankerl, Gipfelbuch und Gipfelkreuz: von hier hat man einen Panoramaausblick über die komplette Hohe Wand und über das Geländ bis hin zum Schneeberg! Mit wenigen Begegnungen und alles erste Reihe fußfrei!

Kienberg
Autor: Andi Dirnberger, 08.04.2021