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Fridays For Future Klimaprotest in Wien am Heldenplatz, Demonstrierende mit Schild „Reiche, es reicht“ bei Klimademo gegen fossile Subventionen in Österreich
Teilnehmer beim Fridays For Future Klimaprotest in Wien am Heldenplatz.
Teilnehmer beim Fridays For Future Klimaprotest in Wien am Heldenplatz.
APA-Images / SZ-Photo / snapshot-photography

Fridays For Future: Schüler-Demo legt Heldenplatz lahm

24.04.2026 um 15:16, Jovana Borojevic
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Klimaprotest in Wien: 2.500 Schüler fordern beim Fridays For Future Streik ein Ende von 5,7 Milliarden Euro fossiler Subventionen.

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Am 24. April 2026 wurde der Heldenplatz in Wien zum Zentrum eines großen Klimaprotests in Österreich: Rund 2500 Schüler und Schülerinnen gingen beim Fridays For Future Klimastreik auf die Straße und sorgten mit Transparenten, Sprechchören und deutlichen Botschaften für Aufmerksamkeit.

Fridays For Future macht Druck

Mit lautstarken Parolen machten die Jugendlichen ihrem Ärger über die aktuelle Klimapolitik in Österreich Luft. Im Mittelpunkt steht dabei ein besonders brisantes Thema: Laut den Aktivist:innen fließen jährlich 5,7 Milliarden Euro an fossilen Subventionen. Dieses Geld werde ihrer Ansicht nach in Öl und Gas investiert, während gleichzeitig wichtige Zukunftsbereiche wie öffentlicher Verkehr, erneuerbare Energien und soziale Infrastruktur zu wenig Unterstützung erhalten.

Kritik an Öl und Gas

Die Demonstrierenden fordern deshalb ein klares Umdenken in der Budgetpolitik. Aus ihrer Sicht müsse die Regierung stärker auf nachhaltige Lösungen setzen und klimaschädliche Förderungen zurückfahren. Die derzeitige Verteilung öffentlicher Gelder sei nicht mehr zeitgemäß und gehe auf Kosten der jungen Generation, die die Folgen der Klimakrise besonders stark zu spüren bekommen werde.

570 Meter Seil als Geld-Schocker

Für große Aufmerksamkeit sorgte eine eindrucksvolle Aktion direkt am Heldenplatz: Ein 570 Meter langes Seil wurde gespannt und von den Teilnehmer:innen gehalten. Jeder Dezimeter dieses Seils stand symbolisch für eine Million Euro, die jährlich in klimaschädliche Projekte fließen sollen. Die Visualisierung machte für viele erst greifbar, um welche Summen es tatsächlich geht, und sorgte für zahlreiche Reaktionen unter den Demonstrierenden und Passanten.

Appell an die Bundesregierung

Zum Abschluss richteten die Teilnehmer:innen des Fridays For Future Protests in Wien einen deutlichen Appell an die Bundesregierung. Gefordert wird ein rasches Umdenken in der Klimapolitik Österreichs, mehr Verantwortung gegenüber kommenden Generationen und ein klarer Fokus auf Klimaschutz und erneuerbare Energien. Unterstützung erhielt die Bewegung auch von Umweltorganisationen wie Greenpeace Österreich und Global 2000, die sich den Forderungen anschlossen.

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