Wengen Abfahrt: Start wegen Wind verlegt
Nach dem Super-G am Freitag steht am Samstag in Wengen die Abfahrt auf dem Programm. I. Dadurch entfallen mehrere Gleitpassagen sowie der Russisprung und der Traversenschuss. Dennoch bleibt die Abfahrt auf der Lauberhornstrecke Wengen die längste Strecke im Weltcup.
Startliste und Fokus auf ÖSV-Athleten
Als Erster geht Bryce Bennett in die verkürzte Lauberhornabfahrt. Erster österreichischer Starter ist Daniel Hemetsberger mit Startnummer 5. Direkt nach ihm startet Vincent Kriechmayr, auf den in der Startreihenfolge Marco Odermatt, Stefan Rogentin und Alexis Monney folgen. Der Schweizer Franjo von Allmen greift mit Nummer 13 ins Geschehen ein, Stefan Babinsky beginnt sein Rennen mit Startnummer 16. Der Super-G-Sieger Giovanni Franzoni trägt die 28. Die weiteren österreichischen Startnummern lauten 31 für Raphael Haaser, 32 für Otmar Striedinger, 46 für Stefan Rieser, 49 für Andreas Ploier und 54 für Manuel Traninger.
Super-G-Ergebnisse und Trainingsleistungen
Im Super-G von Wengen am Freitag siegte Giovanni Franzoni. Stefan Babinsky wurde mit 0,35 Sekunden Rückstand Zweiter und stand vor Franjo von Allmen erstmals im Weltcup auf dem Podest. Dieses erste Podium gelang ihm im 94. Weltcup-Rennen, nachdem er zuvor viermal als Vierter knapp gescheitert war. Vincent Kriechmayr beendete den Super-G als Zwölfter. Franzoni war in dieser Saison bereits Dritter im Super-G von Gröden und erzielte in den Trainingsläufen zur Abfahrt in Wengen zwei Bestzeiten. Im zweiten Abfahrtstraining am Donnerstag war Babinsky als Sechster hinter Raphael Haaser zweitbester Österreicher.
Historischer Kontext und Team-Situation
Auf der Lauberhornstrecke dominierte in den vergangenen drei Jahren Marco Odermatt die Abfahrt mit drei Siegen in Serie. Vincent Kriechmayr gewann in Wengen die Abfahrt 2019 und 2022, stürzte im Vorjahr jedoch im Ziel-S schwer. Sein letztes Abfahrtspodest datiert vom 17. Februar 2024 in Kvitfjell, das bislang beste österreichische Saisonergebnis in einer Abfahrt ist heuer sein fünfter Platz in Beaver Creek. Die Durststrecke des ÖSV-Teams ohne Abfahrtspodium dauert aktuell bereits 699 Tage an. Für Italien wäre ein Sieg durch Franzoni oder einen Teamkollegen der sechste Erfolg auf dem Lauberhorn, zuletzt triumphierte 2013 Christof Innerhofer. Franzoni selbst hatte vor zwei Jahren in Wengen in der Canadian Corner einen schweren Sturz.