Wengen: Kriechmayr glänzt bei Abfahrt
- Kriechmayr mit starker Leistung
- Schwierige Bedingungen, verkürzte Strecke
- Weitere ÖSV-Ergebnisse und Rückblick
Der Schweizer Überflieger Marco Odermatt hat seine Ausnahmeform auch in Wengen bestätigt. Beim verkürzten Abfahrtsklassiker am Lauberhorn sicherte sich der 24-Jährige mit einer Zeit von 1:33,14 Minuten seinen bereits 52. Weltcupsieg. Trotz schwieriger Bedingungen ließ Odermatt der Konkurrenz keine Chance und fuhr in seiner eigenen Liga. Mit seinem vierten Sieg bei diesem Traditionsrennen zieht er mit den Ski-Legenden Toni Sailer und Karl Schranz gleich.
Kriechmayr mit starker Leistung auf Rang zwei
Vincent Kriechmayr zeigte eine souveräne Fahrt und belegte mit einem Rückstand von 79 Hundertstel den zweiten Platz. Der Oberösterreicher präsentierte sich in starker Form und sorgte damit für das beste ÖSV-Ergebnis seit längerer Zeit in einer Abfahrt. Mit diesem Podestplatz beendet Kriechmayr die Durststrecke des österreichischen Teams, das zuletzt im Februar 2024 in Kvitfjell auf dem Podium gestanden hatte – ebenfalls durch ihn.
Schwierige Bedingungen, verkürzte Strecke
Wegen Nebel und Wind musste der Start der Abfahrt nach unten verlegt werden. Der ohnehin anspruchsvolle Kurs zeigte sich dadurch noch kompakter und verlangte von den Läufern höchste Konzentration. Kriechmayr meisterte die schwierige Linie souverän, auch wenn Odermatt an diesem Tag unerreichbar blieb. Rang drei ging an den Italiener Giovanni Franzoni, der bereits den Super-G am Vortag gewonnen hatte.
Weitere ÖSV-Ergebnisse und Rückblick
Neben Kriechmayr platzierte sich Daniel Hemetsberger mit 1,37 Sekunden Rückstand auf Platz acht. Stefan Babinsky beendete das Rennen auf Rang 22, 2,54 Sekunden hinter Odermatt. Der letzte ÖSV-Abfahrtssieg datiert vom März 2023, als Kriechmayr beim Weltcup-Finale in Soldeu triumphierte. Das Ergebnis von Wengen lässt nun auf eine Trendwende hoffen – rechtzeitig vor den nächsten Klassikern der Saison.