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Peter Meliessnig während eines Fotoshootings des ÖSV
Unzertrennlich: Für Vincent Kriechmayr ist die Rückkehr von Peter Meliessnig die einzige Option für eine Fortsetzung seiner Karriere.
Unzertrennlich: Für Vincent Kriechmayr ist die Rückkehr von Peter Meliessnig die einzige Option für eine Fortsetzung seiner Karriere.
APA-Images / EXPA / Dominik Angerer

Vincent Kriechmayr: Zukunft hängt an diesem Mann

21.03.2026 um 15:56, Marcel Toifl
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Ski-Star Vincent Kriechmayr knüpft sein Karriereende an eine Bedingung. Nur wenn Coach Peter Meliessnig zurückkehrt, macht der Speed-Spezialist weiter.

Der österreichische Ski-Star Vincent Kriechmayr hat für eine handfeste Überraschung gesorgt und seine sportliche Zukunft an eine ganz bestimmte Personalie geknüpft. In einem emotionalen Statement stellte der Speed-Spezialist klar, dass sein Verbleib im Weltcup untrennbar mit einem Namen verbunden ist: Peter Meliessnig. Damit rückt ein Trainer in den Fokus, der dem ÖSV bereits vor zwei Jahren den Rücken gekehrt hat.

Der Mann hinter der Entscheidung

Für Vincent Kriechmayr gibt es keine Zweifel, wer der wichtigste Baustein für seinen weiteren Erfolg ist. „In Wirklichkeit hängt alles von einer Person ab“, erklärte der 34-Jährige unmissverständlich im ORF. Diese Person ist Peter Meliessnig, sein langjähriger Konditionstrainer und Vertrauensperson. Für Kriechmayr ist Meliessnig weit mehr als ein herkömmlicher Coach; er ist der strategische Kopf hinter seiner physischen Bestform.

Abschied aus dem ÖSV

Dass Peter Meliessnig den österreichischen Skiverband (ÖSV) vor rund zwei Jahren verlassen hat, schmerzt den Abfahrts-Weltmeister bis heute. Kriechmayr kritisierte die damaligen Umstände deutlich: „Schade, dass er damals nicht so wertgeschätzt wurde vom Verband.“ Nach seinem Aus beim ÖSV bewies Meliessnig seine Expertise auf internationalem Parkett: Er arbeitete mit US-Legende Lindsey Vonn, unterstützte Red-Bull-Projekte und war Teil des Reha-Teams von Marcel Hirscher.

Schlüsselrolle im Training

Die Qualität der Sommervorbereitung steht für den Oberösterreicher an oberster Stelle. Ohne die richtigen Impulse sieht er seine Konkurrenzfähigkeit in Gefahr. „Und genau solche braucht man, damit man im Sommer die letzten Meter geht“, so Kriechmayr über die Zusammenarbeit mit Meliessnig. Sein eigener Anspruch bleibt dabei kompromisslos: „Wenn, dann möchte ich 100 Prozent geben.“ Und dieses Maximum sieht er nur unter der Anleitung der besten Fachleute garantiert.

Klare Bedingung für die Zukunft

Die Entscheidung über das Karriereende oder eine weitere Saison im Weltcup ist somit gefallen – sie liegt bei der Rückkehr seines Mentors. Vincent Kriechmayr formulierte sein Ultimatum an den Verband klipp und klar: „Wenn er wieder in mein Umfeld kommt, dann mache ich weiter.“ Ob der ÖSV nun alles daransetzt, Peter Meliessnig zurückzuholen, bleibt abzuwarten. Kriechmayr selbst hat seine Hausaufgaben gemacht: „Er weiß, wie sehr ich ihn schätze.“

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