Krebs-Drama: Vanessa Herzog bangt um ihren Mann
Der Tiroler Thomas (Tom) Herzog, Ehemann, Trainer, Manager und engster Betreuer von Eisschnelllauf-Ass Vanessa Herzog, macht seine schwere Krebserkrankung öffentlich. Neben dem seit Jahren bekannten Parkinson-Syndrom wird bei dem um 26 Jahre älteren Partner der 30-jährigen Olympia-Starterin ein Gehirntumor diagnostiziert. Herzog teilt die Nachricht am Samstag via Instagram und löst damit große Anteilnahme in der Sportwelt aus.
Diagnose in Thailand bei Parkinson-Untersuchung
Herzog hält sich derzeit in Thailand auf, um seine Parkinson-Erkrankung genauer abklären zu lassen. Dabei entdecken die behandelnden Ärztinnen und Ärzte zufällig auch den Tumor. Der gebürtige Tiroler lebt seit mehreren Jahren mit dem Parkinson-Syndrom und macht seine Erkrankung bereits 2019 öffentlich. Die zusätzliche Diagnose Gehirntumor erfolgt im Zuge eines aktuellen medizinischen Checks, den er bewusst selbst publik macht.
Kampfgeist, Olympia-Ziel und Bitte um Privatsphäre
In seinem Statement betont Herzog seinen Kampfgeist und seine Entschlossenheit, trotz des Rückschlags an seinen sportlichen Zielen festzuhalten. Er hält fest, dass er sein Leben weiterhin mit Zuversicht und Kampfgeist führen wolle und seinen Blick nach vorne richte. Sein erklärtes Ziel bleibt demnach, gemeinsam mit Vanessa noch einen weiteren Olympischen Zyklus zu bestreiten. Der Sport und die gemeinsame Arbeit seien für ihn zentraler Antrieb. Gleichzeitig sei dies eine Phase, in der er und sein Umfeld volle Konzentration auf medizinische Behandlung und Genesung legen müssten. Die Entscheidung, die Diagnose öffentlich zu machen, sei ein bewusster Schritt, um Klarheit zu schaffen und seine Geschichte selbst zu erzählen. Damit wolle er auch anderen Menschen Mut machen, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen. Für die kommenden Wochen und Monate bittet Herzog um Ruhe und darum, seine Privatsphäre und die seiner Familie zu respektieren.
Ein Sportlerpaar im Dauerkampf gegen Rückschläge
Die Diagnose trifft ein Sportlerpaar, das seit Jahren mit Rückschlägen konfrontiert ist und dennoch immer wieder zurückkommt. Thomas Herzog ist seit mehreren Jahren als Manager und Trainer an der Seite seiner Frau und feiert mit ihr bereits Welt- und Europameistertitel. Vanessa Herzog, gebürtige Tirolerin und Wahl-Ferlacherin, wird 2019 Weltmeisterin über 500 Meter und holt Silber über 1000 Meter. Bei den Olympischen Spielen 2018 und 2022 verpasst sie als Vierte jeweils knapp eine Medaille. Dazu kommen schwere Verletzungen: ein Bandscheibenvorfall vor Peking 2022, zwei Trainingsunfälle mit dem Rad – einmal wird sie von einem Lkw überrollt, ein anderes Mal prallt sie gegen einen Pkw – sowie zuletzt starke Rückenprobleme. Aufgrund dieser Beschwerden reist sie im Februar in Mailand nach Rang 24 über 1000 Meter frühzeitig ab. Erst vor Kurzem absolviert sie ihre erste Sitzung als neue Athleten-Vertreterin im Österreichischen Olympischen Comité. Nun steht das Paar vor der nächsten Hürde. Vanessa Herzog reagiert mit knappen, aber klaren Worten und hält fest, dass sie diese Herausforderung gemeinsam bewältigen wollen.