Mit nur 27: Weltcupsieger beendet Karriere
Parallel zur Kaderbekanntgabe des Schweizer Skiverbands hat Riesentorläufer und Parallel-Spezialist Livio Simonet mit 27 Jahren sein Karriereende bekanntgegeben.
Rücktritt des Schweizer Riesentorläufers Livio Simonet
Am Freitag gab der Schweizer Skiverband die Kaderzusammenstellungen für die kommende Saison bekannt. Begleitend dazu folgte die Meldung, dass Riesentorläufer Livio Simonet mit 27 Jahren seine aktive Laufbahn beendet. Der Schweizer ging im Weltcup ausschließlich im Riesentorlauf an den Start und galt als ausgewiesener Parallel-Spezialist. In den sozialen Medien teilt er mit, dass für ihn die Zeit für den Rücktritt gekommen sei.
Karrierehöhepunkte im Weltcup und bei Großereignissen
Im Weltcup machte Simonet vor allem in den Parallel-Teambewerben auf sich aufmerksam. 2022 sicherte er sich in Courchevel einen Podestplatz, 2023 gelang ihm dieses Kunststück in Soldeu erneut. Auch im Riesentorlauf etablierte er sich in den Punkterängen: Achtmal fuhr er im Weltcup in die Top 30, sein bestes Resultat erzielte er im Februar 2024 mit Rang 14 in Palisades Tahoe. Bei Großereignissen war sein prominentester Auftritt die Weltmeisterschaft 2023 in Courchevel. Dort startete er im Teambewerb und verpasste mit Platz fünf eine Medaille nur knapp. Im Europacup sammelte Simonet weitere Erfolge und stand insgesamt fünfmal auf dem Podest.
Jüngste sportliche Entwicklung und Hintergründe
Das Karriereende steht vor dem Hintergrund einer sportlich schwierigen letzten Saison. In all seinen fünf Weltcup-Starts schaffte Simonet den Sprung in den zweiten Durchgang nicht. Auch im Europacup blieb er hinter seinen früheren Ergebnissen zurück. Sein bestes Resultat war ein 15. Platz und damit klar entfernt von den Spitzenrängen.
Simonets Blick zurück und nach vorne
In seinem Statement zieht Simonet ein persönliches Resümee seiner Laufbahn. Er hält fest, dass er durch den Skisport um die Welt reisen und sich mit seinen Kollegen auf höchstem Niveau messen konnte. Trotz jahrelanger Rückschläge, Schmerzen und schwieriger Zeiten habe er das Glück gehabt, einige Erfolge zu feiern. Zugleich betont er, dass für ihn vor allem Erinnerungen, Abenteuer und Freundschaften aus dieser Zeit bleiben. Er bedankt sich bei allen Partnern und Unterstützern, die seine Karriere möglich gemacht hätten. Für die Zukunft kündigt er an, mehr Zeit mit Familie und Freunden verbringen und Dinge nachholen zu wollen, für die bislang kein Platz gewesen sei.