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Vienna World Cup: Halbfinale zwischen Österreich und Serbien.
Team Österreich rund um Icon-League-Star Stefan Federer (links) scheitert im Halbfinale des Vienna World Cup knapp an Serbien.
Team Österreich rund um Icon-League-Star Stefan Federer (links) scheitert im Halbfinale des Vienna World Cup knapp an Serbien.
Spielfeld.Momente/Sperger Jessica

Vienna World Cup: 3.000 Fans feiern Multikulti-Fußballfest

11.02.2026 um 11:09, Yunus Emre Kurt
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Der Vienna World Cup in Schwechat begeistert 3.000 Fans und 15.000 Online-Zuseher. Multikulti-Fußballfest mit Profis, Ex-Stars und emotionalem Finale.

Fußball als Brücke zwischen Kulturen

Der Vienna World Cup verwandelte das Multiversum Schwechat in eine multikulturelle Fußballarena. Zwölf Nationen traten beim Vienna World Cup gegeneinander an, doch im Mittelpunkt stand nicht nur der sportliche Wettbewerb, sondern vor allem die Botschaft: Fußball verbindet Kulturen in Österreich. Rund 3.000 Fans sorgten in der ausverkauften Halle für eine Atmosphäre wie bei einer kleinen Weltmeisterschaft. Weitere 15.000 Zuschauer verfolgten das Event online via YouTube und Twitch.

Die Idee hinter dem Vienna World Cup

Die Besonderheit des Turniers lag in seiner Konzeption. Alle Spieler besitzen die österreichische Staatsbürgerschaft, repräsentierten jedoch jene Länder, mit denen sie familiär oder kulturell verbunden sind. Kroatien, Serbien, Bosnien, Türkei oder Nigeria, Identität und Zugehörigkeit standen im Fokus.

Veranstalter Samuel Orji, bekannt als „sam-sational“, betonte im Gespräch mit der Kronen Zeitung: „Wir alle sind Österreicher, aber wir haben auch Wurzeln in anderen Ländern.“ Genau dieses doppelte Zugehörigkeitsgefühl mache den Vienna World Cup einzigartig. Besonders emotional wurde es bei den Nationalhymnen, ein bosnischer Spieler kämpfte sichtlich mit den Tränen.

Prominente Unterstützung und Ex-Profis

Das Turnier lockte zahlreiche bekannte Gesichter an. Auf der Tribüne wurden unter anderem Austria-Profi Manprit Sarkaria sowie LASK-Stürmer Maximilian Entrup gesichtet. Auf dem Spielfeld standen ehemalige Profis im Einsatz.

Rapid-Youngster Furkan Demir führte das türkische Team als Kapitän an. Für Kroatien lief Ex-Sturm-Graz-Stürmer Darko Bodul auf. Der 37-Jährige zeigte sich beeindruckt: „Das ist eine super Veranstaltung. Sie hilft, Kinder von der Straße zu holen und sie für den Fußball zu begeistern.“

Bodul unterstrich zudem das Potenzial solcher Initiativen. Das Event habe organisatorisch beinahe professionelles Niveau erreicht, ein starkes Signal für kreative Sportprojekte in Wien und Umgebung.

Sportlicher Verlauf und Finale

Sportlich bot der Vienna World Cup temporeiche und intensive Partien. Die Dynamik erinnerte an professionelle Hallenturniere, jeder Zweikampf wurde mit Leidenschaft geführt. Im Finale setzte sich Team Deutschland gegen Serbien durch und sicherte sich den ersten Titel der Turniergeschichte.

Doch der sportliche Erfolg war nur ein Teil der Geschichte. Wichtiger war das Zeichen, das vom Parkett ausging: Integration, Respekt und Zusammenhalt stehen über dem Ergebnis.

Vienna World Cup: Sieger Deutschland.
Vienna World Cup: Deutschland gewinnt Finale in Schwechat.

Pläne für die Zukunft

Nach dem erfolgreichen Debüt denken die Veranstalter bereits an die nächste Ausgabe. Weitere Großevents sind geplant, sogar eine Kombination aus Fußball- und Boxformaten im Sommer wird diskutiert. Details sollen in den kommenden Monaten folgen.

Der Vienna World Cup hat eindrucksvoll gezeigt, welches Potenzial in multikulturellen Sportprojekten steckt. Wenn Fußball zur Plattform für Begegnung und kulturellen Austausch wird, gewinnt am Ende mehr als nur ein Team.

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