Rangnick-Poker: ÖFB kämpft um Teamchef
Inhalt
- ÖFB legt finanziell deutlich nach
- Betreuerstab als Knackpunkt
- Konkurrenz aus dem Ausland
- ÖFB setzt auf Kontinuität
- Erfolgreiche Amtszeit als Argument
Die Zukunft von ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick bleibt weiterhin offen. Rund eineinhalb Monate vor der Weltmeisterschaft ist eine Vertragsverlängerung noch nicht fixiert, obwohl sich beide Seiten zuletzt deutlich angenähert haben.
Noch zu Beginn des Jahres lagen die Vorstellungen zwischen Verband und Trainer weit auseinander, mittlerweile ist man sich jedoch in zentralen Punkten nähergekommen. Eine endgültige Einigung steht aber weiterhin aus.
ÖFB legt finanziell deutlich nach
Vor allem finanziell hat der ÖFB nachgebessert, um Rangnick zu halten. Durch zusätzliche Sponsorengelder könnte sich sein Gehalt auf rund zwei Millionen Euro erhöhen und sich damit nahezu verdoppeln.
Dieses Angebot soll den Forderungen des 67-Jährigen entsprechen und zeigt, wie groß das Interesse des Verbandes ist, die Zusammenarbeit fortzusetzen. Rangnick gilt intern als Schlüsselfigur für die positive Entwicklung des Nationalteams.
Betreuerstab als Knackpunkt
Trotz der finanziellen Annäherung gibt es noch offene Baustellen. Besonders beim Betreuerstab sind noch nicht alle Personalfragen geklärt. Hier geht es unter anderem um Vertragsverlängerungen und die Zusammensetzung des Teams rund um Rangnick. Diese Details könnten letztlich entscheidend dafür sein, ob es zu einer Einigung kommt oder nicht.
Konkurrenz aus dem Ausland
Zusätzlichen Druck erzeugt das Interesse aus dem Ausland. Laut einem Bericht der SN sollen mehrere britische Klubs ein Auge auf Rangnick geworfen haben. Auch finanzstarke Investoren, die bei europäischen Vereinen im Hintergrund agieren, sollen sich für den Deutschen interessieren. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Rangnick attraktive Alternativen vorliegen hat.
ÖFB setzt auf Kontinuität
Beim ÖFB ist man sich einig: Rangnick soll unbedingt bleiben. Aufsichtsratschef Josef Pröll unterstreicht die Bedeutung des Teamchefs für den österreichischen Fußball: „Er hat eine Dynamik in den österreichischen Fußball gebracht, die weit über die Nationalmannschaft hinausgeht.“ Eine Verlängerung gilt daher als klare Priorität, auch wenn eine Entscheidung notfalls erst nach der Weltmeisterschaft fallen könnte.
Erfolgreiche Amtszeit als Argument
Seit seinem Amtsantritt im Jahr 2022 hat Rangnick das Nationalteam sportlich weiterentwickelt und stabilisiert. Mit einem Punkteschnitt von 1,95 aus 44 Spielen kann sich seine Bilanz sehen lassen. Unter seiner Führung qualifizierte sich Österreich für die EM 2024 und schaffte zudem die Rückkehr auf die WM-Bühne, erstmals seit 28 Jahren. Diese Erfolge sprechen klar für eine Fortsetzung der Zusammenarbeit.