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Simon Seidl zu Besuch im Salzburger Unterhaus.
Sturm-Profi, Simon Seidl, erlebt Aufstiegsdrama in Pfarrwerfen hautnah.
Sturm-Profi, Simon Seidl, erlebt Aufstiegsdrama in Pfarrwerfen hautnah.
Fussball-Impressionen vom Salzburger Unterhaus

Vor Simon Seidls Augen: Fußball-Krimi endet mit Fragezeichen

15.06.2026 um 13:11, Yunus Emre Kurt
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Unterhaus: Simon Seidl ließ sich das Entscheidungsspiel in Pfarrwerfen nicht entgehen. Jetzt könnte der gefeierte Aufstieg noch wackeln.

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Der USK St. Koloman wähnte sich bereits am Ziel. Nach einem dramatischen 2:1-Erfolg nach Verlängerung gegen den USK Piesendorf feierten die Tennengauer am Samstagabend vor rund 900 Zuschauern in Pfarrwerfen den Aufstieg in die 1. Landesliga. Doch nur wenige Stunden später geriet die Euphorie ins Wanken.

Simon Seidl im Pongau: Fußballfest vor großer Kulisse

Das Entscheidungsspiel zwischen den Vizemeistern der 2. Landesliga Nord und Süd entwickelte sich zu einem echten Fußballkrimi. Im Sportismuscenter Pfarrwerfen sorgten rund 900 Zuschauer für eine würdige Atmosphäre. Selbst Sturm-Graz-Neuzugang Simon Seidl ließ sich das Entscheidungsspiel in seiner Sommerpause nicht entgehen. 

Nach regulärer Spielzeit stand es 1:1. Beide Teams lieferten sich ein intensives und umkämpftes Duell, das erst in der Verlängerung entschieden wurde. Dort avancierte Michael Petautschnig zum Matchwinner. Mit seinem Treffer in der 110. Minute sorgte er für den 2:1-Endstand und löste bei St. Koloman große Jubelszenen aus.

Auch Elsbethen durfte feiern

Der Erfolg hatte nicht nur für St. Koloman enorme Bedeutung. Durch den Aufstieg der Tennengauer profitierte auch der USK Elsbethen. Der Drittplatzierte der 1. Klasse Nord darf dadurch ebenfalls eine Liga höher antreten und in der kommenden Saison in der 2. Landesliga Nord spielen. Nach dem Schlusspfiff feierten beide Vereine gemeinsam den vermeintlich perfekten Fußballabend.

Piesendorf kritisiert Schiedsrichter

Doch die Freude hielt nicht lange an. Piesendorf-Trainer Manuel Entleitner äußerte nach der Partie gegenüber pinzgau-aktuell deutliche Kritik an mehreren Entscheidungen. Besonders der erste Ausschluss sowie die Tatsache, dass seinem Team zu Beginn der Verlängerung keine weitere Auswechslung gestattet wurde, sorgen für Unverständnis. 

„Wir wollten wechseln, durften dies jedoch nicht mehr. Zu diesem Zeitpunkt spielten wir bereits seit rund 40 Minuten in Unterzahl und hätten für die Verlängerung dringend frische Kräfte benötigt“, erklärte Entleitner. Zudem stellte er auch die zweite Rote Karte infrage.

Am meisten freue ich mich für den Verein und für alle Menschen rundherum, die sich das ganze Jahr reinhauen.

Stefan Federer, USK St. Koloman
Stefan Federer feiert den Aufstieg mit St. Koloman in die 1. Landesliga.
St. Koloman gewann das Relegationsspiel gegen Piesendorf mit 2:1 nach Verlängerung.

Verband muss nun entscheiden

Der Kern des Protests betrifft die Wechselregelung. Nach Ansicht von Piesendorf hätte laut den geltenden ÖFB-Bestimmungen in der Verlängerung eine zusätzliche Auswechslung erlaubt werden müssen. Da dies nicht möglich gewesen sei, sieht sich der Verein benachteiligt und hat Protest gegen die Spielwertung eingelegt. Nun muss der Salzburger Fußballverband prüfen, ob tatsächlich ein Regelverstoß vorlag und welche Konsequenzen daraus entstehen könnten.

St. Koloman hofft auf Fairness

Bei St. Koloman verfolgt man die Diskussion mit gemischten Gefühlen. Stefan Federer vom USK St. Koloman zeigte Verständnis für die Enttäuschung des Gegners, machte aber auch klar, dass sein Verein keinen Einfluss auf die Entscheidungen hatte. „Ich finde es schade, dass Piesendorf jetzt diesen Weg gehen muss. Wir können nichts dafür, wenn die Schiedsrichter oder der Verband die Regeln so bestimmen“, sagte Federer gegenüber weekend.at.

Der Aufstieg sei für den Verein ein besonderer Moment. „Nach der vergangenen Saison haben wir gerade noch den Klassenerhalt geschafft. Als ich 2025 gekommen bin, wurde immer davon gesprochen, dass es schön wäre, wieder in der 1. Landesliga zu spielen. Jetzt haben wir es geschafft.“ Besonders freue er sich für Trainer Andreas Wirth und die vielen Helfer im Hintergrund.

Die endgültige Entscheidung liegt nun beim Salzburger Fußballverband. Bis dahin steht hinter dem Aufstieg der Tennengauer weiterhin ein großes Fragezeichen.

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