Enrique nach CL-Kracher: "Es war das beste Match"
Es war eine Nacht für die Geschichtsbücher der UEFA Champions League. Nach dem packenden 5:4-Erfolg von Paris Saint-Germain gegen den FC Bayern München herrschte bei Spielern und Trainern Einigkeit: So ein Spiel hat die Fußballwelt selten erlebt. Während PSG den knappen Vorsprung feiert, blickt der FC Bayern bereits angriffslustig auf das Rückspiel in der Allianz Arena.
Stimmen vom FC Bayern: Kane und Eberl zwischen Frust und Stolz
Trotz der knappen Niederlage im Hinspiel von PSG vs. Bayern zeigte sich die Münchner Führungsetage beeindruckt. Sportvorstand Max Eberl erklärt gegenüber Sky: „Das war ein grandioses Spiel, ich habe selten so ein Spiel auf diesem Niveau erlebt.“ Auch Torjäger Harry Kane, der den ersten Treffer für den FC Bayern München erzielte, ringt nach Worten: „Es war ein sehr intensives Spiel: Neun Tore – unglaublich, fast ein bisschen verrückt, diese Partie“, so der Engländer im Sky-Interview.
Besonders die Moral nach dem hohen Rückstand stach hervor. Kane betont: „Wir haben eben diesen Charakter in dieser Saison, haben das schon mehrmals bewiesen. Jetzt haben wir das gegen eine wirklich prominente Mannschaft ebenfalls geschafft – beinahe zumindest.“
Luis Enrique adelt PSG gegen Bayern: "Das beste Spiel als Coach"
Auf der Gegenseite kam PSG-Trainer Luis Enrique aus dem Schwärmen kaum heraus. Für den erfahrenen Coach war das Duell Bayern gegen PSG ein Karriere-Highlight. Gegenüber Canal+ Foot gibt er zu Protokoll: „Ich habe noch nie eine solche Intensität und ein solches körperliches Niveau gesehen. Es war das beste Match, das ich als Trainer je erlebt habe. Wir müssen allen gratulieren.“
Der Spanier vertritt sogar die Meinung, dass jedes Ergebnis nach dieser Fußball-Show gerecht gewesen wäre: „Wir hätten heute den Sieg verdient gehabt, wir hätten ein Unentschieden verdient gehabt und wir hätten die Niederlage verdient gehabt. Es war ein fantastisches Spiel“, resümiert Enrique beeindruckt.
Dreesen beim Bankett: "Eigentlich bist du tot!"
Im Mannschaftshotel „Four Seasons George V.“ ergriff Bayern-Boss Jan-Christian Dreesen laut einem Bericht der Sportbild um 0.35 Uhr das Mikrofon. Er schildert die Emotionen auf der Tribüne: „Wenn du dann 2:5 hinten bist: Eigentlich bist du tot! Du sitzt auf der Tribüne und denkst: Oh, oh, oh, oh, wie soll das werden?“ Er adelt die Mannschaft jedoch für ihren Kampfgeist: „Ich glaube, wir haben heute gesehen, dass diese Mannschaft Charakter hat. Sie hat diesen Charaktertest wieder einmal bestanden.“
Ausblick: Bayern gibt sich kämpferisch
Nach diesem Torfestival ist die Vorfreude auf das Rückspiel am 6. Mai riesig. Joshua Kimmich gibt sich bei Prime Video kämpferisch: „Man sitzt schon in der Kabine und hat das Gefühl, da ist noch etwas möglich. Wir müssen 'nur' gewinnen.“ Auch Vincent Kompany nimmt die Situation gelassen und blickt bereits nach vorne: „Normalerweise: Wenn du fünf Gegentore bekommst auswärts, dann ist es vorbei im Halbfinale, aber wir schießen ja vier. Das Rückspiel ist zu Hause und wir müssen gewinnen“, so Kompany gegenüber Prime Video.