Peter Elstner: Das waren seine legendärsten TV-Momente

Über Jahrzehnte war er einer der beliebtesten Sport-Reporter Österreichs: Peter Elstner. Mit seiner ehrlichen Begeisterung für den Sport, seiner sympathischen und uneitlen Art und seiner bekannten Stimme war er stets ein gern gesehener Gast in den Wohnzimmern Österreichischer Sportfans.

"Net noch rechts, sondern mit der Nos'n noch links!"

Der 1940 in Wien geborene Elstner begann seine journalistische Karriere beim damaligen Express, wo er auch seinen Schulfreund Heinz Prüller den Einstieg ins Reporter-Leben ermöglichte. Nachdem der Express 1971 von der "Kronen Zeitung" übernommen wurde, wechselte Elstner zur Arbeiter-Zeitung; ab 1975 war er parallel auch als ORF-Kommentator tätig - bald exklusiv.

Souverän und unterhaltsam moderierte Elstner auch technische Schwierigkeiten weg, ohne mit der Wimper zu zucken - wie folgende Szene mit dem damaligen Rapid-Trainer Ernst Dokupil zeigt:

"Pepi, lass mi doch eine...!"

Der Experte für Fußball und den Nordischen Skisport arbeitete sich schnell nach oben - legendär wurden seine Versuche, sich 1989 nach geschaffter WM-Qualifikation in die ÖFB-Kabine zu schmuggeln. Das Team von Trainer Pepi Hickersberger war aber wegen negativer Berichterstattung beleidigt, sodass Elstner vor verschlossener Türe stand. Sein verzeifeltes "Pepi, lass mi doch eine..." wurde später sogar der Titel von Elstners Autobiografie.

"Österreich ist Weltmeister!!!!!"

Zu Elstners großen Leidenschaften gehörte der nordische Skisport und Ende der 1990er-Jahre durfte er zwei der größten Triumphe kommentieren, die es für österreichische Langläufer gab. Erst 1998 die Olympia-Silbermedaille von Markus Gandler.

Und dann natürlich den unvergessenen Heimsieg der Langlaufstaffel mit Schlussläufer Christian Hoffman bei der Heim-WM in der Ramsau.

Im Jahr 2001 ging Elstner in Pension, später war er noch sporadisch bei Sport-Übertragungen auf ATV zu hören, zudem agierte er als Medien-Coach bei Rapid.

Seine menschliche Art, sein bodenständiges Verhalten und seine ehrliche Begeisterung für den Sport werden Österreichs Sport-Fans noch lange in schöner Erinnerung behalten.

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Autor: Philipp Eitzinger, 21.06.2021