WM-Angst: ÖFB bangt um Mittelfeld-Motor
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Ganz Fußball-Österreich blickt derzeit mit Sorge nach Deutschland. Ausgerechnet jetzt, wenige Wochen vor den entscheidenden Tests im WM-Jahr, muss das Nationalteam um einen seiner wichtigsten Spieler bangen: Xaver Schlager hat sich verletzt.
Beim intensiven 2:2 zwischen RB Leipzig und Borussia Dortmund kam es am Samstag zur folgenschweren Szene. In der 65. Minute sank der 28-Jährige ohne Gegnereinwirkung zu Boden, griff sich an den Oberschenkel. Schnell war klar: Das sieht nicht gut aus.
Nun steht die Diagnose fest. Schlager laboriert an einer Muskelverletzung in den Adduktoren. Eine Verletzung, die besonders tückisch sein kann, vor allem für einen Spieler, dessen Spielstil von Dynamik, Zweikampfhärte und hoher Laufintensität lebt.
Wettlauf gegen die Zeit
RB Leipzig spricht offiziell von einer Pause von „mehreren Wochen“. Eine Formulierung, die Spielraum lässt und die Unsicherheit erhöht. Klar ist: Die Zeit drängt.
Am 16. März gibt Teamchef Ralf Rangnick seinen Kader für die anstehenden Länderspiele bekannt. Am 27. und 31. März warten in Wien die Testspiele gegen Ghana und Südkorea, die letzten großen Härtetests vor dem WM-Sommer.
Ob Schlager bis dahin wieder voll belastbar ist, gilt als fraglich. Selbst wenn er rechtzeitig fit werden sollte, stellt sich die Frage nach der Spielpraxis. Ohne Rhythmus fehlt einem Spieler wie ihm das Fundament für sein intensives Pressing-Spiel.
Schlüsselrolle im Rangnick-System
Schlager ist im Mittelfeld mehr als nur ein Mitläufer. Er gilt als Motor im Spiel des ÖFB-Teams, laufstark, aggressiv im Zweikampf, taktisch diszipliniert. Genau jene Eigenschaften, die Rangnick in seinem pressingorientierten System verlangt. Fällt Schlager länger aus oder erreicht er nicht seine volle Leistungsfähigkeit, müsste das Trainerteam taktisch reagieren. Denn ein Spieler bei „90 Prozent“ reicht auf diesem Niveau oft nicht aus, um die gewünschte Intensität über 90 Minuten durchzuziehen.
WM-Traum in Gefahr?
Nach 28 Jahren Wartezeit ist Österreich endlich wieder bei einer Weltmeisterschaft vertreten. Die Vorfreude ist riesig, doch genau deshalb sitzt der Schock tief. Noch ist nichts entschieden. Adduktorenverletzungen können unterschiedlich verlaufen. Entscheidend wird sein, wie schnell Schlager auf die Behandlun