Lazio-Coach Sarri: „Ich kenne Ratkov nicht“
Inhalt
- Solide Bilanz bei den Bullen
- Wechsel in eine Topliga
- Stimmen zum Transfer
- Sarri überrascht mit Offenheit
Petar Ratkov schlägt das nächste Kapitel seiner Karriere auf. Der 22-jährige serbische Stürmer verlässt den FC Red Bull Salzburg und wechselt in die italienische Serie A zu Lazio Rom. Damit verabschiedet sich nach zweieinhalb Jahren ein weiterer Offensivspieler aus dem Kader der „Roten Bullen“.
Ratkov war im Sommer 2023 vom serbischen Klub FK TSC Bačka Topola nach Salzburg gekommen und entwickelte sich in dieser Zeit nicht nur sportlich weiter, sondern schaffte auch den Sprung ins serbische A-Nationalteam.
Solide Bilanz bei den Bullen
Insgesamt kam der großgewachsene Angreifer für Salzburg auf 99 Pflichtspiele, in denen er 22 Tore erzielte und 15 Assists beisteuerte. Besonders in Erinnerung bleibt sein historisches Blitztor beim FC Blau-Weiß Linz, als Ratkov bereits nach sechs Sekunden zur Führung traf, eines der schnellsten Tore der Bundesliga-Geschichte.
Wechsel in eine Topliga
Nun folgt der Schritt in eine der renommiertesten Ligen Europas. Lazio Rom, aktuell Tabellenneunter der Serie A, sicherte sich die Dienste des Stürmers. Über die Ablösesumme herrscht allerdings Uneinigkeit. Zunächst war von rund 13 Millionen Euro die Rede, italienische Medien bezifferten den Transfer jedoch teilweise auf deutlich weniger. Auch zur Vertragslaufzeit machte Lazio keine konkreten Angaben, sprach lediglich von einer „langjährigen Einigung“.
Der Klub begrüßte den Neuzugang am Mittwochabend auf der Plattform „X“ mit den Worten: „Petar ist hier.“
Stimmen zum Transfer
Salzburgs Geschäftsführer Sport, Marcus Mann, zeigte in einer offiziellen Aussendung Verständnis für den Wechsel: „Petar hat sich vor allem im letzten halben Jahr in Salzburg hervorragend entwickelt und war ein wichtiger Teil unserer Mannschaft. Dass er jetzt die Möglichkeit nutzen möchte, in eine der großen Ligen zu wechseln, ist nachvollziehbar.“ Gleichzeitig betonte Mann die sportliche Herausforderung, die der Abgang mit sich bringt: „Seine wegfallenden Tore sind nicht zu unterschätzen. Daher sind alle gefordert, diese zu kompensieren.“
Auch Ratkov selbst blickt dankbar auf seine Zeit in Salzburg zurück: „Meine Jahre in Salzburg waren für mich sehr schön und lehrreich. Ich habe als Fußballer und Mensch viel mitnehmen dürfen. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für den nächsten Schritt.“ Zum Abschied richtete er klare Worte an Klub und Fans: „Danke an meine Mitspieler, Trainer, den gesamten Staff und die Fans. Ciao Salzburg!“
Sarri überrascht mit Offenheit
Für Aufsehen sorgte eine Aussage von Lazio-Trainer Maurizio Sarri. Der erfahrene Coach erklärte gegenüber „DAZN“ überraschend offen: „Ich kenne diesen Spieler nicht. Wahrscheinlich kennen ihn die Leute im Verein besser als ich.“
Sarri kündigte an, sich nun intensiv mit Ratkovs Stärken und Schwächen zu beschäftigen, um ihn bestmöglich ins Team einzubauen. Seine Offenheit sorgte in Italien wie auch in Österreich für Diskussionen, unterstreicht aber zugleich Lazios langfristige Planung.