Nach Europa-Triumph: Wechselt Glasner nach Deutschland?
Die Anzeichen für eine spektakuläre Rückkehr in die Deutsche Bundesliga verdichten sich dramatisch: Der frischgebackene Conference-League-Sieger Oliver Glasner (51) steht unmittelbar vor einer zukunftsweisenden Entscheidung über seine sportliche Zukunft. Nach dem historischen Erfolg mit seinem aktuellen Verein steht der Innviertler laut Informationen der BILD bei Bayer Leverkusen als absoluter Wunsch-Trainer ganz oben auf der Liste, um die Nachfolge des vor dem Aus stehenden Kasper Hjulmand (54) anzutreten.
Legendenstatus in England: Drei Titel innerhalb eines einzigen Jahres
Erst am Mittwochabend krönte Oliver Glasner seine ohnehin schon beeindruckende Ära beim englischen Premier-League-Klub Crystal Palace. Durch einen hart umkämpften 1:0-Erfolg im Finale gegen den spanischen Vertreter Rayo Vallecano in Leipzig sicherte sich der Underdog den begehrten Pokal in der Conference League.
Damit schraubte der 51-jährige Erfolgscoach seine ohnehin schon historische Bilanz auf der Insel in ungeahnte Höhen:
- Historischer Premierenerfolg: Vor dem Amtsantritt des Österreichers hatte der englische Traditionsverein noch nie einen bedeutenden Titel gewonnen.
- Titel-Triple perfekt: Nach dem sensationellen Triumph im prestigeträchtigen FA Cup 2025 und dem anschließenden Gewinn des nationalen Supercups folgte nun der erste große Streich auf der europäischen Bühne.
- Abschied als Held: Da Glasner das Angebot zur vorzeitigen Vertragsverlängerung bei Palace abgelehnt hat, verabschiedet er sich mit dem größtmöglichen sportlichen Erfolg.
Verhandlungen vor dem Durchbruch: Gespräche mit Glasner werden konkret
Da die Top-Klubs der Premier League wie Manchester United, Chelsea oder Tottenham ihre Trainerposten mittlerweile anderweitig besetzt haben, wittern die Verantwortlichen in Leverkusen ihre große Chance. Nach Informationen der BILD sind die Rahmenbedingungen zwischen dem Berater des Österreichers und dem Werksklub bereits weit fortgeschritten.
Ein Kennenlernen zwischen den Parteien ist ohnehin nicht mehr nötig, da Leverkusen-CEO Fernando Carro (61) und Sportchef Simon Rolfes (44) schon vor Jahren einen intensiven Austausch mit dem Trainer pflegten. Über seine konkreten Pläne hüllte sich der begehrte Coach vor den Medien allerdings noch in Schweigen und gab sich wie gewohnt pragmatisch: „Ich habe im Fußball gelernt: Alles, was ich heute sage, ist morgen falsch.“
100-Millionen-Euro-Budget: Das reizt den Österreicher am Werksklub
Die Chancen für eine Zusage des ehemaligen Frankfurt- und Wolfsburg-Trainers stehen laut Insidern deutlich besser als zunächst angenommen, da sich Glasner das Comeback im deutschen Oberhaus sehr gut vorstellen kann. Neben einem bereits bestehenden, enorm entwicklungsfähigen Kader lockt Bayer Leverkusen vor allem mit finanziellem Spielraum. Bis zu 100 Millionen Euro sollen im kommenden Transfersommer bereitstehen, um investiert zu werden.
Damit ließe sich eine absolute Spitzenmannschaft formen, die das intern klar formulierte Titel-Ziel ins Auge fassen und langfristig auch mit dem Branchenprimus Bayern München mithalten kann. Sollte der Deal mit dem Wunschkandidaten trotz aller Annäherungen auf den letzten Metern scheitern, gilt der Spanier Andoni Iraola (43, zuletzt Bournemouth) als die erste Alternative auf der Liste der Leverkusener.