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Lionel Messi mit einem Doppelpack gegen Österreich.
Vor Messis Führungstor gab es einen umstrittenen Zweikampf mit Xaver Schlager.
Vor Messis Führungstor gab es einen umstrittenen Zweikampf mit Xaver Schlager.
APA-Images / Eyevine / Jia Haocheng Xinhua

„Ja, das war ein Foul“: Wirbel um Messi-Tor gegen Österreich

24.06.2026 um 10:38, Yunus Emre Kurt
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Nach Argentiniens Sieg gegen Österreich sorgt ein Zweikampf vor dem 1:0 für heftige Diskussionen. Das Tor hätte möglicherweise nie zählen dürfen.

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Argentiniens 2:0-Erfolg gegen Österreich bei der Weltmeisterschaft sorgt auch Tage nach dem Schlusspfiff für Diskussionen. Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur Lionel Messi, der mit seinem Treffer einen weiteren WM-Rekord aufstellte, sondern vor allem die Entstehung des Führungstores. 

Viele Experten und Beobachter sind überzeugt: Das Tor hätte möglicherweise gar nicht zählen dürfen. 

Auslöser der Debatte ist ein Zweikampf wenige Sekunden vor dem Treffer. Argentiniens Alexis Mac Allister ging dabei nahe der Mittellinie energisch gegen Österreichs Xaver Schlager zu Werke. Während Schiedsrichter Amin Mohamed Omar weiterspielen ließ, sehen zahlreiche Experten darin ein klares Foulspiel.

Rangnick kritisiert den VAR

Besonders deutlich äußerte sich Österreichs Teamchef Ralf Rangnick nach der Partie. Für ihn hätte der Video-Assistent eingreifen müssen. „Es ist ärgerlich, dass der VAR nicht den Mut hatte wie beim Elfmeter, seinem Schiedsrichter zu sagen: Geh mal raus und schaue dir die Entstehung beim 1:0 an“, sagte Rangnick bei MagentaTV. 

Sein Urteil fiel eindeutig aus: „Klares Foul an Xaver Schlager.“ Hätte der Schiedsrichter die Szene anders bewertet, wäre der Angriff vermutlich unterbrochen worden. Stattdessen spielte Argentinien weiter. Über Rodrigo De Paul gelangte der Ball schließlich zu Messi, der den Angriff mit seinem typischen Abschluss an der Strafraumgrenze erfolgreich vollendete.

Auch Klopp sieht ein Foul

Mit seiner Einschätzung steht Rangnick nicht alleine da. Auch Ex-Liverpool-Trainer Jürgen Klopp, der die Partie als TV-Experte analysierte, erkannte ein Vergehen. „Das ist für mich ein Foul“, sagte Klopp nach der Begegnung. 

Etwas differenzierter bewertete Thomas Müller die Situation. Der deutsche Nationalspieler verwies auf die großzügige Linie des Schiedsrichters. „Auf der Tribüne hat es nach Foul ausgesehen. Es ist auf neutralem Boden für mich eher ein Foul, aber so wie der Schiri laufen lässt und so dass er auch den Ball spielt, ist es schwierig zurückzunehmen“, erklärte Müller.

Schiedsrichter-Experten uneins

Besonders heikel macht die Szene die Tatsache, dass Mac Allister zwar den Ball spielte, gleichzeitig aber auch Schlager deutlich traf. Der ÖFB-Spieler blieb nach dem Zweikampf zunächst am Boden liegen. Der ehemalige Bundesliga-Schiedsrichter Patrick Ittrich zeigte Verständnis dafür, dass der VAR nicht eingriff. 

„Es wird der Ball gespielt, es wird auch der Körper gespielt. Das ist Schiedsrichter-Ermessenssache“, erklärte er bei MagentaTV. Sein Fazit: „Wenn er pfeift, ist es okay. Wenn er nicht pfeift, ist es auch okay. Tendenz eher Foul, aber er hat laufen lassen.“

Gräfe legt nach

Für zusätzlichen Zündstoff sorgte wenig später Schiedsrichter-Legende Manuel Gräfe. Auf der Plattform X wurde er direkt gefragt, ob das Tor nach dem Einsteigen von Mac Allister hätte aberkannt werden müssen. Seine Antwort fiel deutlich aus. „Ja, war ein Foul“, schrieb Gräfe. 

Der Argentinier habe Schlager zunächst getroffen und ausgehebelt, bevor er den Ball spielte. Besonders bemerkenswert war jedoch sein Nachsatz. „(Wieder!) Glück für ARG!“, schrieb der ehemalige Bundesliga-Referee und fügte an: „Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.“

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