Paukenschlag: Assinger schmeißt hin
Roland Assinger wird seine Funktion als Cheftrainer der Frauen im ÖSV mit Ende dieser Saison zurücklegen. Trotz einer erfolgreichen Ära und dem Angebot einer Vertragsverlängerung hat sich der Kärntner für einen Rücktritt von seinem aktuellen Posten entschieden.
Assinger zieht Erfolgsbilanz trotz Rücktritt
Nach drei Jahren an der Spitze der österreichischen Skirennläuferinnen zieht Roland Assinger ein positives Resümee. Im offiziellen Statement des ÖSV zum Rücktritt erklärt er: „Nach drei intensiven, emotionalen und vor allem erfolgreichen Jahren habe ich nach langen Überlegungen beschlossen, meine Funktion als Cheftrainer mit Saisonende zurückzulegen und das Angebot für einen neuen Zweijahresvertrag nicht anzunehmen.“
Unter seiner Führung feierte der ÖSV bedeutende Meilensteine, darunter den Gewinn des Abfahrtsweltcups durch Cornelia Hütter (2024) sowie aktuell die Riesenslalom-Kugel durch Julia Scheib. Roland Assinger betont: „Ich blicke mit großem Stolz auf das zurück, was wir in dieser Zeit gemeinsam als Team mit allen Athletinnen, Trainern, Physiotherapeutinnen und Servicetechnikern erreicht haben.“
Neue Rolle innerhalb des ÖSV möglich
Trotz seines Abschieds vom Cheftrainerposten deutet vieles darauf hin, dass Roland Assinger dem Verband erhalten bleibt. „Auch wenn ich meine Tätigkeit als Cheftrainer beende, möchte ich dem Skisport weiterhin meine Erfahrung zur Verfügung stellen“, so Assinger. Auch Christian Mitter, der Sportliche Leiter Ski Alpin beim ÖSV, signalisiert Interesse an einer weiteren Zusammenarbeit: „Wir können uns gut vorstellen, einen Fachmann wie ihn künftig in einer anderen Rolle in unserem Trainerteam einzusetzen.“ Erste Gespräche dazu haben laut Verbandsangaben bereits stattgefunden.
Pfeifer bleibt Herren-Coach – Nachfolge bei Damen offen
Während die Nachfolge für den Posten des Damen-Cheftrainers nach dem Rücktritt von Roland Assinger noch ungeklärt ist, herrscht bei den Männern Klarheit. Marko Pfeifer wurde für weitere zwei Jahre als Cheftrainer bestätigt. Wer in die Fußstapfen von Assinger tritt, soll sich in den kommenden Wochen entscheiden. Der Verband wird hierzu zeitnah Gespräche führen, um die Weichen für die kommende Weltmeisterschafts- und Olympiasaison zu stellen.
Rückblick auf eine intensive Amtszeit
Die Ära von Roland Assinger beim ÖSV war nicht nur von sportlichen Höhepunkten, sondern auch von internen Diskussionen geprägt. Nach Kritik an seinem Führungsstil im vergangenen Jahr, den Assinger selbst im Standard als „klar und direkt“ bezeichnete, erhielt er stets Rückendeckung vom Verband.