Formel 1 zieht Reißleine: Zwei Rennen sofort abgesagt
- Formel 1 sagt Rennen in Bahrain und Jeddah ab
- Nahostkrieg verhindert Formel-1-Rennen
- Sicherheit entscheidet über Absage
- Warum es keinen Ersatz für Bahrain und Jeddah gibt
- Millionenfrage hinter abgesagten Formel-1-Rennen
- Rennfreier April im Formel-1-Kalender
Die Formel 1 muss ihren Rennkalender 2026 kurzfristig ändern. Zwei geplante Grands Prix werden gestrichen: Die Rennen in Bahrain und Jeddah sind abgesagt. Hintergrund ist die eskalierende Sicherheitslage im Nahen Osten. Für Teams, Fans und Veranstalter hat die Entscheidung weitreichende Folgen. Der Rennkalender schrumpft damit auf 22 Saisonläufe.
Formel 1 sagt Rennen in Bahrain und Jeddah ab
Die Formel 1 hat die beiden für April geplanten Rennen in Bahrain und Jeddah offiziell abgesagt. Der Große Preis von Bahrain hätte am 12. April stattfinden sollen, eine Woche später war der Grand Prix von Saudi-Arabien auf dem Stadtkurs von Jeddah geplant.
Durch die Absage entsteht nun eine deutliche Lücke im Rennkalender. Nach dem Japan-GP am 29. März folgt eine rund fünfwöchige Pause. Erst am 3. Mai geht die Saison mit dem Rennen in Miami weiter.
Nahostkrieg verhindert Formel-1-Rennen
Grund für die abgesagten Rennen ist die militärische Eskalation im Nahen Osten. Seit 28. Februar greifen USA und Israel Ziele im Iran an. Der Iran reagiert mit Gegenangriffen auf Israel sowie auf mehrere US-Militärstützpunkte in der Region.
Auch Staaten am Persischen Golf sind betroffen. In Bahrain wurden zuletzt unter anderem Öl- und Treibstofflager getroffen. Die Sicherheitslage gilt deshalb als zu instabil für ein internationales Großevent mit zehntausenden Fans, Teams und Mitarbeitern.
Formel-1-CEO Stefano Domenicali erklärt dazu: „Auch wenn es eine schwierige Entscheidung war, ist sie angesichts der aktuellen Lage im Nahen Osten zum jetzigen Zeitpunkt leider die richtige.“
Sicherheit entscheidet über Absage
Auch der Automobilweltverband FIA unterstützt die Entscheidung. Präsident Mohammed Ben Sulayem betont, dass Sicherheit oberste Priorität habe.
„Die FIA wird die Sicherheit und das Wohlergehen unserer Gemeinschaft stets an erste Stelle setzen“, erklärt er. Nach sorgfältiger Abwägung habe man sich deshalb zu diesem Schritt entschlossen.
Gleichzeitig betonen FIA und Formel 1, dass Bahrain und Saudi-Arabien langfristig weiterhin wichtige Stationen im Rennkalender bleiben sollen.
Warum es keinen Ersatz für Bahrain und Jeddah gibt
Die beiden Formel-1-Rennen werden nicht ersetzt. Der Kalender reduziert sich damit von ursprünglich 24 auf 22 Grands Prix.
Ein Ersatzrennen in Europa wäre kurzfristig kaum organisierbar gewesen. Strecken wie Imola, die 2025 aus dem Rennkalender gestrichen wurde, oder Portimão wurden zwar intern diskutiert, doch ein Formel-1-Grand-Prix benötigt normalerweise viele Monate Vorbereitung. Auch Gerüchte über ein zweites Rennen in Japan wurden bislang nicht bestätigt.
Millionenfrage hinter abgesagten Formel-1-Rennen
Hinter den Kulissen geht es bei der Absage auch um viel Geld. Rennen im Nahen Osten zählen zu den lukrativsten Veranstaltungen der Formel 1.
Die Veranstalter zahlen hohe Gebühren, um einen Grand Prix austragen zu dürfen. Branchenberichte gehen von rund 40 Millionen US-Dollar für Bahrain und etwa 55 Millionen US-Dollar für Saudi-Arabien aus.
Unklar bleibt, wer die finanziellen Verluste durch die abgesagten Rennen trägt. Entscheidend ist, ob die Absage formal von der Formel 1 selbst oder von den lokalen Veranstaltern ausgeht.
Rennfreier April im Formel-1-Kalender
Für Fahrer und Teams bedeutet die Entscheidung eine unerwartete Pause. Zwischen dem Rennen in Japan und dem Grand Prix von Miami gibt es mehrere Wochen ohne Rennbetrieb.Während die Teams an ihren Autos weiterarbeiten, könnte die zusätzliche Zeit vor allem jenen Rennställen helfen, die zu Saisonbeginn noch mit technischen Problemen kämpfen.
Sportlich geht die Formel-1-Saison 2026 damit wie geplant weiter – allerdings mit zwei Rennen weniger im Kalender.