Rallye-Star Walkner vor Comeback: Amputation drohte
- Matthias Walkner: Sensations-Comeback
- Horror-Unfall beendete Walkners Motorradkarriere
- Matthias Walkner drohte Amputation
- Walkner: Comeback auf vier Rädern
- Walkner startet Portugal-Rallye
- Walkners Ziel: Rückkehr zur Rallye Dakar
Der österreichische Rallye-Star Matthias Walkner steht vor einem emotionalen Comeback. Mehr als zwei Jahre nach seinem schweren Trainingssturz kehrt der Dakar-Sieger von 2018 in den Motorsport zurück. Allerdings nicht mehr auf zwei Rädern: Beim Auftakt der Portugal-Rallye startet der Salzburger erstmals in einem Buggy. Damit beginnt für Matthias Walkner ein völlig neues Kapitel seiner Karriere.
Matthias Walkner: Sensations-Comeback
Der österreichische Rallye-Star Matthias Walkner steht vor einem emotionalen Comeback. Mehr als zwei Jahre nach seinem schweren Trainingssturz kehrt der Dakar-Sieger von 2018 in den Motorsport zurück. Allerdings nicht mehr auf zwei Rädern: Beim Auftakt der Portugal-Rallye startet der Salzburger erstmals in einem Buggy.
Horror-Unfall beendete Walkners Motorradkarriere
Im Dezember 2023 erlitt Matthias Walkner bei einem Trainingssturz in Kalifornien eine der schwersten Verletzungen seiner Karriere. Sein linkes Sprunggelenk wurde bei dem Crash massiv zerstört. Der Knochen zerbrach in zahlreiche Teile, mehrere Operationen waren notwendig. Zeitweise drohte Walkner sogar eine Amputation des Beins.
Matthias Walkner drohte Amputation
Insgesamt lag der Salzburger rund 31 Stunden im Operationssaal, musste sich fünf Eingriffen unterziehen und kämpfte sich anschließend durch eine lange Reha.
Heute kann Walkner zwar wieder Motorrad fahren, doch der Spitzensport auf zwei Rädern ist für ihn endgültig Geschichte. „Meinem Bein geht es mittlerweile wieder so gut, dass ich schnell Motorrad fahren kann, aber die hohen Ansprüche, die ich an mich selbst habe, die kann ich nicht mehr erfüllen“, sagt Walkner.
Zudem sei er nicht mehr bereit, das hohe Risiko einzugehen, das nötig wäre, um im Rallye-Sport vorne mitzufahren.
Walkner: Comeback auf vier Rädern
Ganz vom Rallye-Sport lassen kann der 39-Jährige dennoch nicht. Schon lange reizt ihn die Rückkehr zur legendären Rallye Dakar. Künftig allerdings im Auto.
Der erste Schritt erfolgt nun bei der Portugal Rallye im Rahmen der Rally-Raid-Weltmeisterschaft. Dort startet Walkner mit seinem eigenen Buggy gemeinsam mit Co-Pilot Oliver Pyerin, einem Kindheitsfreund.
„Für mich war klar: Ich möchte wieder dabei sein“, erklärt Walkner. Seine Erfahrung aus mehr als einem Jahrzehnt auf dem Motorrad will er nun auf den Autosport übertragen.
Walkner startet Portugal-Rallye: Ergebnis ist zweitrangig
Beim Comeback geht es dem Österreicher zunächst nicht um Spitzenplätze. Sein Buggy ist bereits vier Jahre alt und kann technisch nicht mit den neuesten Fahrzeugen mithalten.
„Die Platzierung ist zweitrangig“, betont Walkner. Entscheidend sei, möglichst viele Erfahrungen zu sammeln und als Team mit seinem Co-Piloten zusammenzuwachsen.
Auch organisatorisch hat sich vieles verändert: Statt eines großen Werksteams fährt Walkner nun als Privatpilot. „Fahrtechnisch fange ich nicht bei null an, alles andere ist neu für mich. Ich bin jetzt quasi Privatfahrer und habe kein großes KTM-Werksteam um mich herum. Das ist eine große Umstellung.“
Walkners Ziel: Rückkehr zur Rallye Dakar
Langfristig verfolgt Matthias Walkner jedoch ein klares Ziel. Der Dakar-Sieger von 2018 möchte wieder bei der berühmtesten Wüstenrallye der Welt starten – diesmal im Auto. Mittelfristig hofft er sogar auf ein Engagement bei einem Werksteam.
Dafür will er gemeinsam mit Co-Pilot Oliver Pyerin in den kommenden Rennen Erfahrungen sammeln. Bereits Ende Mai soll bei der Rallye in Argentinien ein konkurrenzfähigeres Fahrzeug zum Einsatz kommen.