Lindsey Vonn vor Olympia: Sturz, Training abgebrochen
- Letzte Probe vor Olympia
- Stuhec stürzt, zwei im Ziel
- Piste: Schmidhofer schlägt Alarm
- Restart hängt am Wetter
- Vonn kämpft um Olympia-Start
Das letzte Abfahrtstraining der Damen vor den Olympischen Winterspielen in Cortina d’Ampezzo am Freitag steht unter keinem guten Stern. Dichte Nebelschwaden und schwierige Schneeverhältnisse haben die Verantwortlichen zu mehreren Unterbrechungen gezwungen. Ein Neustart ist vorgesehen, bleibt aber wegen der anhaltend schlechten Sicht ungewiss. Besonders wichtig wäre die Generalprobe für Lindsey Vonn, die trotz Kreuzbandriss an den Start gehen will.
Letzte Probe vor Olympia
Das Training auf der „Olympia delle Tofane“ gerät zur Zitterpartie: Sichtfenster öffnen sich nur kurz, die Jury reagiert mit Stop-and-Go. Die Athletinnen brauchen Geduld, die Vorbereitung auf das Rennen wird zur Lotterie.
Stuhec stürzt, nur zwei Läuferinnen im Ziel
Mit Startnummer eins hat Ilka Stuhec das Training eröffnet – und sofort für einen Schreckmoment gesorgt. In einer Kurve kommt die Slowenin zu Sturz, bleibt aber zum Glück unverletzt. Nur zwei Läuferinnen, die Österreicherinnen Ariane Rädler und Nina Ortlieb, haben bislang das Ziel erreicht. Für mehrere Athletinnen ist an reguläres Training nicht zu denken. Schuld daran ist auch der Zustand der Strecke.
Piste: Schmidhofer schlägt Alarm
Die Piste ist unruhig, der Schnee weich, die Sicht stellenweise gleich null. ORF-Expertin und Kamerafahrerin Nicole Schmidhofer findet nach ihrer Kamerafahrt deutliche Worte: „Die Piste ist nicht breit genug gerutscht, das ist ein No-Go“, sagt sie im ORF. Die Präparation sei unzureichend: „Für das, dass es das erste Olympia-Training ist und wir nur zwei Trainings haben, ist die Piste nicht gut genug gerutscht.“ Besonders gefährlich seien die weichen Abschnitte und die fehlenden Rutscher. „Das darf bei Olympia nicht passieren“, so Schmidhofer.
Restart hängt am Wetter
Zwischenzeitlich wurde das Training abgebrochen. Die Rennleitung hofft auf eine Fortsetzung, der Nebel hält sich aber weiter hartnäckig über der Strecke. Zwischenzeitlich laufen Arbeiten an der Piste, während die Athletinnen im Zielbereich warten. Wann das Training fortgesetzt wird, ist aktuell nicht absehbar. Ein vollständiger Abbruch ist nicht bestätigt, die Entscheidung liegt in den Händen der Jury.
Vonn kämpft um Olympia-Start
Alle Blicke richten sich auf Lindsey Vonn, die mit Startnummer 10 in die Trainingsabfahrt gehen sollte. Die 41-Jährige will trotz eines Kreuzbandrisses bei den Olympischen Spielen starten. Ihre Rückkehr auf die anspruchsvolle „Olympia delle Tofane“ gilt als eines der gewagtesten Comebacks der Spiele. Ob sie überhaupt noch zu einer Trainingsfahrt kommt, hängt vom Wetter ab. Das Abfahrtsrennen ist für Sonntag, 11:30 Uhr angesetzt.