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Ein Skirennläufer stürzt bei einem Abfahrtstraining auf der Stelvio-Piste, Schnee spritzt auf, ein Ski löst sich, im Hintergrund ein rotes Sicherheitsnetz – Hemetsberger stürzt schwer, nun gibt es ein Update zu seinen Verletzungen.
Schrecksekunde auf der Stelvio für Hemetsberger: Jetzt gibt es ein Update nach dem Sturz.
Schrecksekunde auf der Stelvio für Hemetsberger: Jetzt gibt es ein Update nach dem Sturz.
APA-Images / REUTERS / Angelika Warmuth

So geht es Daniel Hemetsberger nach dem Horror-Sturz

06.02.2026 um 09:33, Anna Kirschbaum
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Nach seinem schweren Sturz im Olympia-Training auf der Stelvio in Bormio gibt es Entwarnung: Daniel Hemetsberger hat nur leichte Verletzungen. Er darf starten.

Daniel Hemetsberger hat im zweiten Training zur Olympia-Abfahrt in Bormio einen heftigen Sturz erlitten. Der 34-jährige Oberösterreicher verlor in einer Rechtskurve den Außenski, touchierte eine Torstange, verlor dabei seinen Helm und prallte in den Fangzaun. Dabei blutete er stark aus der Nase, blieb jedoch bei Bewusstsein. Nach wenigen Sekunden stand er mit blutverschmiertem Gesicht wieder auf und fuhr selbstständig ins Ziel.

Glück im Unglück

Obwohl der Sturz spektakulär aussah, ist Hemetsberger glimpflich davongekommen. Eine Gehirnerschütterung wurde ausgeschlossen, ebenso schwerere Verletzungen. Laut Mannschaftsarzt Dr. Lukas Negrin leidet der Athlet unter Schmerzen im Gesicht und im rechten Knie, wird physiotherapeutisch behandelt und braucht vorerst Ruhe. „Durch diesen heftigen Einschlag spürt er den ein oder anderen Teil seines Bewegungsapparats“, so Negrin. „Aber aus heutiger Sicht spricht nichts gegen einen Start am Samstag.“

Hemetsberger übt Selbstkritik nach Sturz

Hemetsberger selbst zeigt sich gefasst, aber auch selbstkritisch. „Es geht mir relativ gut. Ich war Gott sei Dank nicht ohnmächtig und habe den ganzen Sturz live miterlebt“, sagte er. Den Einschlag bezeichnet er als „grauslich“, ärgert sich aber vor allem über den wiederholten Fehler: „Ich habe den gleichen Scheiß wie in Kitzbühel gemacht. Einmal kann man einen Fehler machen, aber nicht zweimal. Dann ist man ein Idiot, das ärgert mich gewaltig.“

Medizinisches Update

Im Teamlager gab es am Abend Entwarnung. Hemetsberger hat Schrammen im Gesicht, eine geschwollene Nase und leichte Kniebeschwerden. „Dem Hemme geht es ganz gut, er erholt sich derzeit in seinem Zimmer“, berichtete Dr. Negrin. Ein Krankenhausaufenthalt war nicht notwendig.

Rückhalt im Team

Auch innerhalb des ÖSV-Teams herrscht Erleichterung. Teamkollege Vincent Kriechmayr lobt den Oberösterreicher: „Der Hemme ist ein Stier. Jeder weiß, dass er gut beieinander ist und gut zurückkommen wird.“ Die Österreicher belegten in der zweiten Trainingseinheit Plätze im Mittelfeld – Kriechmayr als Zwölfter, Stefan Babinsky als Elfter und Raphael Haaser als Dreizehnter. Schnellster des Tages war der Italiener Mattia Casse vor Florian Schieder und Giovanni Franzoni.

Blick nach vorn

Für Freitag ist ein drittes Training angesetzt, bevor am Samstag die Olympia-Abfahrt auf dem Programm steht. Hemetsberger hat bereits grünes Licht erhalten, will aber auf die Reaktion seines Körpers warten. „Jetzt muss das Adrenalin erst weggehen“, meinte er. „Dann schauen wir, wie’s wirklich ausschaut.“

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