Direkt zum Inhalt
Daniel Hemetsberger im Starthaus von Bormio im dritten Trainingslauf zur Abfahrt der Olympischen Winterspiele 2026
Daniel Hemetsberger hat die zweitschnellste Zeit im Olympia-Training erzielt.
Daniel Hemetsberger hat die zweitschnellste Zeit im Olympia-Training erzielt.
APA/AFP

Nach Horror-Crash: Hemetsberger überrascht bei Training

06.02.2026 um 14:51, APA, Red
min read
Nur ein Tag nach dem Crash hat sich Daniel Hemetsberger wieder auf die Stelvio in Bormio. Im Abschlusstraining hat der Oberösterreicher den zweiten Rang belegt.

Nur 23 der 44 Skirennläufer haben am Freitag auch noch das dritte Training für die Olympia-Abfahrt in Bormio am Samstag (11.30 Uhr/ORF 1) bestritten. Darunter war der am Vortag gestürzte Daniel Hemetsberger. "Ich wollte die Unsicherheit vor morgen weg haben. Ich weiß jetzt, es wird zwar ein wenig wehtun, aber es hält." Sich 24 Stunden nach seinem heftigen Sturz erneut über die Stelvio zu wagen, empfand der Abfahrer aus Oberösterreich als "mental und körperlich nicht einfach".

Training nach heftigem Sturz

Mit klaren Handicaps markierte Hemetsberger sogar die zweitschnellste Zeit (+1,68 Sek.) bei der - bedeutungslosen - Bestzeit des Kanadiers James "Jack" Crawford. "Ich habe mit meinem linken Auge nicht unbedingt viel gesehen und ich habe nicht gewusst, ob mein rechter Haxn hält. Er tut weh, das Sprunggelenk tut weh, das Knie tut auch ein bisserl weh", schilderte Hemetsberger. Sein Arzt habe ihm aber versichert, dass strukturell alles heil ist. "Sonst hätte ich es nicht gemacht."

Mit Schmerzen zur Spitzenzeit

Hemetsberger, der am Donnerstag bei hohem Tempo gestürzt und ohne Helm in die Fangnetze gekracht war, berichtete trotz seiner Blessuren von einem überraschend guten Gefühl nach dem Einfahren. "Ich habe mir keine Schmerztabletten reingehauen, damit ich einmal alles spüre", sagte Hemetsberger - laut seinem Teamkollegen Kriechmayr "ein Stier. Jeder weiß, dass der gut beieinander ist".

Stars verzichten auf Übungsfahrt

Neben Kitzbühel-Sieger Giovanni Franzoni ließen auch die beiden Österreicher Stefan Babinsky und Raphael Haaser die dritte Übungsfahrt aus. Die Branchengrößen Kriechmayr (+5,37), Marco Odermatt (+4,19), Franjo von Allmen (+2,84) und Dominik Paris (+8,37) probten noch einzelne Passagen.

more