Lindsey Vonn Abfahrt: Komplikation bei Training
- Schwere Bedingungen
- Training läuft weiter
- Vonn kommt ins Ziel
- Lindsey Vonn: Kreuzbandriss und beste Laune
Das Abfahrtstraining der Damen in Cortina d’Ampezzo steht am Freitag unter keinem guten Stern. Nebel und schwierige Verhältnisse sorgen für mehrere Unterbrechungen, die Generalprobe bekommt einen Haken. Im Mittelpunkt steht Lindsey Vonn: Die 41-Jährige will trotz Kreuzbandriss bei Olympia starten, jede Minute auf der Strecke zählt.
Schwere Bedingungen
Die Bedingungen zeigen sich nach dem abgesagten Training am Donnerstag auch am Freitag äußerst heikel. Dichter Nebel drückt in mehrere Streckenabschnitte, die Sicht ist zeitweise extrem eingeschränkt. Dazu kommt eine Piste, die nach Schneefall und Präparation nicht überall konstant wirkt. Nach nur drei Läuferinnen zieht die Jury die Reißleine, das Training wird unterbrochen.
Training läuft weiter
Nachdem zunächst unklar ist, ob das Training gänzlich abgebrochen werden muss, wird die Abfahrt schließlich doch fortgesetzt. Eine Läuferin zieht dabei besonders große Aufmerksamkeit auf sich: Lindsey Vonn. Die US-Amerikanerin hat sich vergangene Woche in Crans-Montana das Kreuzband gerissen, will aber dennoch bei der Damen-Abfahrt am Sonntag an den Start gehen.
Vonn kommt ins Ziel
Mit Startnummer 10 fährt Vonn sichtbar kontrolliert, nimmt nicht überall die Ideallinie, bringt den Lauf aber ohne Zwischenfälle ins Ziel. Ihre Zeit: 1:40,33 Minuten, dazu ein Topwert bei der Geschwindigkeit mit 120,78 km/h. Zum Vergleich: Im Rennen im Vorjahr ist sie in Cortina mit 1:35,63 im Ziel. Die vergleichsweise magere Zeit lässt sie unkommentiert, die Performance im Training spricht jedoch eine klare Sprache: Sie steht, sie fährt, das Knie hält dem Highspeed-Test stand.
Lindsey Vonn: Kreuzbandriss und beste Laune
Vor genau einer Woche ist Vonn in Crans-Montana nach einem Kontrollverlust in den Fangzaun gekracht, anschließend ging es per Helikopter ins Krankenhaus. Die Diagnose: Kreuzbandriss im linken Knie, dazu Knochenprellungen, auch der Meniskus ist lädiert.
In Cortina wirkt sie dennoch gelöst, plaudert mit Teamkolleginnen und Trainer Axel Lund Svindal. Auch längere Unterbrechungen bringen sie nicht aus der Ruhe. In den sozialen Medien zeigt sich die Speedqueen ebenfalls bestens gelaunt.